Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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dann Verina und Raphar! Eacco, üb«« diesen Plan um R«th zufrage«. Die Meinungen fielen verschiede» ane: der Erstere wider-»ieth die ganze Unternehmung; der Letzter« rietb, Frankreich« Un-terstützung anzunehmen; allein De rina.Ftesco'« Freund aus Nei-gung und Eigennutz, selbst voll Muth und Seme zu großen Unter-nehmungen und Feind des Adels und der Dona'«, behauptete, baßFiesco auch ohne auswärtige Hülse gebietender Herr von Ge-nug werden könne, und seine Meinung behielt bei dem Grafendie Oberhand. Man nahm nun nähere Maßregeln: der Tod derDvria's wurde beschlossen; die drei Freunde deS Grafen sollten sich,ohne jemanden ihr Vorhaben zn entdecken, so viele Anhänger alsmöglich zu werben suche»; der Graf selbst bewarb sich mehr als je-mals um die Liebe des Volks, die er ohuebiu genoß, bewies dem Do-rt« große Ehrfurcht, den jungen Doria überhäufte er mit Freund-schaftsverficherungen. In gleicher Ieit aber trachte er den Sommerauf seinen Gütern zu, übte seine Vasallen in den Waffen, unterdem Dorwand, daß er einen Angriff vom Herzog von Parma be-fürchte, ließ auch eine seiner vier Galeeren nach Genna kommen,unter dem Verwände, sie gegen die Türken auszurüsten. Er mel-dete dies im Vertrauen dem jungen Doria und setzte hinzu, »aß ereine große Anzahl seiner Vasallen kommen lasse, um aus ihnen diebesten Leute zur Bemannung seiner Galeere« zu wädlen. Es fieldaher nicht auf, als man viele bewaffnete Leute bei dem Grasen an-kommen sah. Deriua hatte indeß auch einige hundert Bürger aufseine Seile gebracht, die sich anheischig gemacht hatten, ihm zu die-nen. Die Ausführung der Unternehmung wurde auf einen Lag an-gesetzt» au welchem bei einem Gastmahle in des Grafen Hause, wel-ches er bei Gelegenheit der Vermählung seines Schwagers mit derSchwester des jungen Doria geben mußte, die beiden Dvria's nebsreinigen ander» ermordet werden sollten. Allein da beide Dvria's, derOberm wegen Krankheit, der Neffe wegen einer andern wichtigen An-gelegenheit, oie Einladung ausschlugen» s, bestimmte man die Aus-führung der Verschwörung auf die Nacht zwischen dem r. und 2. Jan.d. I. ,547. So sorgfältig die Unternehmung verschwiegen wurde, sohakte doch der Stattbalter von Mailand dnrch dea Hof von Frankreich«der Parma etwas davon erfahren und es dem alten Doria und demlaiseriichcn Gesandte» in Genua mitgetheilt; allein beide waren sowenig mißtrauisch, daß sie n cht darauf achtet, u. Am i. Januar gingF.tes cv zu dem jungen Doria, eröffnete idm, daß er in dieser Nachtleroe Galeere auslaujen lasse» wollte, und bat um die dazu nöthigenBefehle, mit der Bemerkung, eS sich nicht befremden zu lassen, wenn»n der Nacht Geräusch »ntstehen solle. Dieser, dem dies Zutrauenschmeichelte, versprach dem Grafen alles. was er verlangte» und nahm«s über sich, seinen Obeim zur Genehmigung zu benden. Verinahalte indeß 28 bei vornehmsten Büra.r bei einem seiner Freundegleichsam zufällig versammlet; diese lud der Graf zu einem Abendes-sen in seinem Palast ein, wo jedermann verein, aber niemand herans-Alasscn wurde. Die erschienen; der Graf theil» ihnen seinen Plan,Genua von den D vria' s zn b, freien, mit, und forderte sie anst denmubm dieser Unternehmung mit idm zu theilen. Nur zwei von th-uen schlugen es aus, die indeß in ein Zimmer des Palastes eingeschlos-sen wurde«. Jetzt erst, während die Verschworn«» eine kurze Mahl-zeit genossen , entdeckte d. r Graf auch sein Vorhaben feiner Gemahlin,die ihn beschwor, solches auszugeben. Allein der Graf diieb gegen ibre-