Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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F.N

urnfel < sagt, „ diese verächtlichen Miethkaechte der Tyrannei glei-chen dem Jagdhunde, der den Jägern das Wild aufbringt, um auchsich von »essen Eingeweide zu sättigen," diese erkennen freilich keiaeGränzen, haben aber auch überall noch nichts als Aufruhr oder de»Untergang des Staats bewirkt. Der Financier hingegen, der zu-gleich weiser Staatsmann ist, erkennt allerdings nothwendige Grän-zen, und diese bestimmt durch die nothwendigen Staat sausga-d e n. Der hier zu befolgende Grundsatz ist: So viele zur Errei-chung de« Etaatszwects wesentlich nöthige Bedürfnisse es gibt, stviele müsse» auch durch die Finanzen gedeckt werden. Jene Bedürf-nisse eriodero natürlicher Weise eben so viele Ausgaben, die ma»jedoch ebenfalls in ordentliche und außerordentliche Ausgaben einthei-len kann. Bon jenen nimmt man z Klassen an. i) Hofstaats»Ausgaben (fürstliche Chatoulle, Apanagen der Prinzen und Pri«-zessiunen, Ausgabe für die Familie des Regenten, Lafelgelder, Un-terhaltung der Hvfbcdienten und Leibwache, für Gebäude, Reist«,Vergnügungen, Gnadengeschenke), 2) Civilstaats - Ausgabe«(für bessere Benutzung der Douiainen, Besoldungen der Staatsbeam-ten im Fache der Justiz, Polizei, Erziehung u. s. w., Begründuns«nd Unterhaltung öffentlicher, für den Zweck des Staates nöthigtInstitute, Universitäten, Schulen, Armen-, Kranken-und Zuchthäu-ser, Gefängnisse, für Gesandtschaften, Verpflegung der Stände b<'Reichs - oder Landtagen, Begnadignngsgelder, Prämien u. s. >».)-z) Kriegsstaats-Ausgaben (Errichtung neuer Regime«"*,Werbung« und Verpflegungskosten, Kleidung, Heilung, BeschulMunition, Unterhaltung der Festungen, Pensionen, Jnvalidenpfl"^Kadettencorps, Budikvriate, Kriegskollegien, Arsenale, Proviant- «""Trainwesen, SchiffskriegSwestn bei Seemächten). Au den auße"*-dentlichen Ausgaben gehören 1) Kriegskosten, 2) Schuldentilgu«-''kosten und z) Ueberschuß in den Staatsschatz, um bei Unglücksfäll*«äz. B. Theuerung, Seuchen, Brand, Ueberschwemmungeu, f»«^helfen zu können, und für sonst nicht vorhergesrheue Fälle bereitet i«seyn. Die Augemeffeuheit dieser Ausgaben zur Einnahme bestiMAdie Gränzen der Finanzen eines Staat«. Die Ausgabe darf «>Ldie Einnahme überschreiten, jede Ausgabe muß daher durch eine Ei«-«ahme gedeckt seyn. Wie wichtig ist aber dann nicht die Heb«";dieser Staatseinkünfte! „Die Staatskunst," sagt Friedrich L,Einzige, ,. kann nicht -am Nutzen des Ganzen wirken» wenn die«anzen nicht in der allergrößten Ordnung gehalten werden, undder Fürst nicht selbst hausälterisch und «eise ist. Die Hausbal«");des Regenten ist für das Publikum um so wichtiger, well, «""^..Ir-rlicht Geld genug im Vorrath hat, um die Kriegskosten zu »W,ten, ohne außersrdentltche Auflagen zu machen, oder UNI dcN '^.zgern bei allgemeinen Unglücksfällen beizuspringcn, alle die",auf die Unterthanen fallen, welche dann zur Zeit des Unglücks ««alle Hülfe sind." Die Kunst, die Abgaben ,u erheben, besteht vansie zu erheben, ohne die «ürger zn drücken. Damit die A«flK,gleich vertheilt unv nicht willtührli« werden, macht manglster, welche mit Genauigkeit kl-ssificirt seyn müssen, «m d.e Lastdem Vermögen der Einzelnen anzupassen. Dieß ist so «"dwenv^ldaß eS ein unverzeihlicher Fehler in den Finanzen seyn "urve, »

die schlechte Vertheiln«« dek Abgaben den Ackerbauer von 1 ^,,

Landarbeit a»s»reckte u. s. w. Der Regent muß oft au den AMder anne» Volksktaffen denken, sich an die stelle eines Land««