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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Abe

her noch, als die Brotverwandlungslehre ausgekommen war, hatteman angefangen das Abendmahl als ein Opfer zu betrachten. Dar-an- entsprang dre Privalmeffe d. b. die heilige Handlung, in weichetder Priester Gott den Leid Jesu Christi als ein unblutiges Opfer dar-bringt. Nachdem die Meinung von dem F^gseuer entstanden war,brachte man diese Meinung mit der erwähnten Vorstcllungsart vondem Abeudmahle als einem Opfer in Verbindung und nun wurde»baupisachijch in der Absicht Messen gehalten, um die Seelen »ekV.rstorbenen aus der Qual des zegfeuers zu erlesen. Schon imsiebenten Jahrhundert wurden Privarmesscn Vie und da gehalten«seil dem neunten Jahrhunderte waren sie überall im Gebrauche. S»war denn allerdings das -Abendmahl :n dem saufe der Zeiten etwa»ganz Anderes geworden, als es nach der Absicht fernes ehrwürdige"Stifters seyn sollte. Das harren schon vor der Reformation einigemit der her schenken Kirche unzufriedene Parteien bemerkt, »am än-lich die Hussiren im fünfzehnten Jahrhunderte, denen auch die BasletSynode den Gebrauch des Kelches b-willigen mußte- Die Reform^torcn erneuerten die Klage, daß die Kirche in der Art und Weise-wie sie das Abendmahl feiere, von dem, Zwecke Jesu Christi und vo»dem Vorbilde der apostvliichen Zelten sich entfernt habe und beidedie Sächsischen und die Schweizerischen Kirchenverdesserer stimmigdarin überein, daß sie die Brotverwandlunaslahre und die Ma-verwarfen und behaupteten, daß das Abendmahl vor der versaM°melken Gemeiade gefeiert und unter beiderlei Gestalt genossen wettden müsse. In der Erklärung der Einsetzungöworte wiche» Lutv e.'und Zwingli von einander ab und die Verschiedenheit ihrerrmngtn über diesen Gegenstand ist der hauptsächlichste Grund betunglücklichen Trennung der lutherischen und der resormirrengeworden. Luther verstand die Worte: das ist mein Leid-eigentlich und lehnte, aus eine gebeimnißvolle Weise verbinde Mder Leib und das Blut Jesu Christi mit dem Brote und dem Wei»--so daß der Communicanr, in mit und unter dem Brote und llt'"ue den wahren Leib und das wahre Blut des Crlvlers empfang-'Zwing! i dagegen verstand die Einsetzungsworte uneigenllich, »ab'"an, Jesus Christus habe saaen wollen, das Brot und der Weindeutet meine» Leib und mein Blut, und erklärte demnach das Df?und den Wein für bloße Zeichen des Leibes und hes Blutes Cbrllv-Ueber diesen Gegenstand ward sowohl zwischen Luther und Zwing'selbst, als auch spärer zwischen den lutherischen uns den resormrtt-Theologen viel und heftig gestritten. Die Vorstcllungsart, >vtt°-Calvin, der zweite Stifter der resormirren Kirche, auf dieW'brachte, nach welcher eine geistliche Gegenwart des Leibes undtes Jesu Cbristi im Abendmahle angenommen wird, kam zwar delutherischen Dogma näher, als Awinglt's Theorie; bliebdoch .wesentlich von ibm verschieden und fand daher ebenfalls bet vstrengen Anhängern Luthers lebhaften Widerspruch. Melanch r v °war der calvinischen VorstelluugSart geneigt und eben so dnAA,viele andere lutherische Theologen, welche von der Gegenpartei p"lippisten und Cryprocalsiiststen (geheime Anhänger der calvinü«-^Lehre) genannt wurden. Die Concordienformel unterdrückte ^Cryptocalvinisten in drin größten Theile der lutherischen Kirche »verschaffte der echt lutherischen Vorstcllungsart den Sieg. 3" ,neuern Zeiten sind die meisten lutherischen Theologen von ^Vvrstellungsart «bgetvmmen «nd habe» sich zu der resorm»