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Abl ,
der Ellipse eine gckade Linie zu beschreiben scheinen, vollkommen er»klären läßt. Was die außer der Ekliptik stehenden Sterne bekristr» sofiel Bradiey auf den glückliche» Gedanken, die Bewegung deö LichcSmit der Bewegung der Erde »ach den Gesetzen der Zusammensetzungder Bewegungen ju verbinden und leitete daraus seine Erklärung her.Diese merkwürdige Erscheinung, welche man die Abirrung des LuMsnennt, gibt einen neuen unumstößlichen Beweis für das Eopernika-nifche System.
* Ablaß, ist, »ach der catholiscke» Dogmatik, die Vergebung dekSünde, welche die Kirche zu gewähren Macht hat. Das sichtbareHaupt der Kirche, der Papst, verwaltet dieses Amt der Schlüssel undvon ihm fließen in mannigfacher Modalität die Jndulgenzcn aus, wel-che hauptsächlich in temporaire und volle oder totale Iudulqcnzen ge-theilt werden. Die Lehre vom Ablaß lehnt sich auf das Dogma vonden guten Werken zurück: denn die katholischen Dogmaliker deduerrendie Macht, der Kirche, Ablaß zu ertheilen, so: Viele Heilige undFromme hatten mehr gute Werke gethan und mehr erlitten, als zuVergebung ihrer Sünden nervig gewesen, und sich dadurch im himm- Ilischen Schn dbuche ein beträchtliches Guthaben gemacht. Die Summedieser Guthabens mache nun einen Schatz der Kirche aus, wezu derPapst den Schlüsse» und so die Macht habe gegen fromme Spende» ^aus diesem Schatze beliebige Summen abzulassen. Historisch lnrct isich der Ablaß von den öffentlichen Pöuitenzen und canvuischen Stra-fen her, womir die alte christliche Kirche die Sünder in der Gemeinde »und »gmeuriich auch diejenigen belegte, welche i»> Märtyrcrthnm nicht ^bestanden hatten. Diese canonifchen Strafen erlaubte »na», als dieKirchcuzucht milder und der Cierus spcculatlver wurde, in Geldbuße»an die Kirche zu verwandeln und mit der Mrdcrbniß der christliche»Religion, wurde dieser Mißbrauch so himmelschreiend, daß er de» >Anfang der Reformation veranlaßte. Anfangs war der Ressort desAblasses bloß in Rom selbst und man mußte den Ablaß dorr hole»,wo dieser Kircheuschay unter r 505 dortigen Kirchen vertheilet, worw»sieben Hanprklichen am reichsten von d»n Päpsten dvtirec waren.Mau nennte diese Kirchen 8i»iione» ii><kulßenui»rnm. Am reichstenwar die Kirche in Lateran, welcher bei der erneuerten Einweihungsoviel Indnigcnz -Tage verliehe» wurden, als Tropfen bei ei»""drei Tage und drei Nächte dauernden Regen, herunterfallen. ,gesaniinre 2 »dulgen-enschatz der in Rom befindlichen Kirchen betrugüber eine Million Lage temporaircn Ablasses und über 42 volle 2 >'°dnlgcnzeu, und war sonach unerschöpflich. Als die Päpste mehr G"dbrauchten und doch die Zahl dcr Ablaß-Pilger abnahm, so wurdendie 2 »d»lgei,zen den auswärtigen Erzbifchoffen und Biscbpsse» Por-tionsweise verliehen nnd endlich gar besondere Ablaßlrämer hanstrcngeschickct. Zu den Kirchen- 2 »biläeii, welche von 2z zu 25 2 ''^»gefeiert wurden, galt der Ablaß doppelt, und solche Jubeljahre gavendie beste Ernte für den heiligen Stuhl. Der rrachcllcbce.de "s"kam 151z zur Regierung, und konnte, da der Bau der Peterskira»seine Finanzen erschöpft hatte, da« Jubeljahr 152; nichtweSbalb er Senn mit dem Kurfürst Albert von Mainz de» Ablaßkramfür Deutschland a conto mot» erablirte, welcher an deni berüchtigte»Lezel einen vortrefflichen Hanssrer fand. ^
Der harrende Uebelstaud zündete Luthers Feuereifer an und 01protestantischen Theologen fanden immer im Ablasse eine der schwüwsten Seiten des CgtholiclsmuS und selbst die eathhlischc» Stau'"'