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feste Richt«»? genommen; von nun an ranz er mit rastlosem Siftr«»«1 dem dichterischen Lorbeer, um ihr zn gefallen, ihrer wür-dig zu seyn, deren Achtung und Liebe allein Werth für ihn hatte.Um völlig frei und unabhängig auf der betretenen Bahn fortgehen-n können, zerbrach er auch die letzten Bande, die ihn an sein Vater-land knüpfte», dessen erniedrigter Anstand ilm mit Abscheu dagegenerfüllte. Er schenkte zu dem Eudc sein ganzes Vermögen gegeneine mäßige Rente seiner Schwester, lebte abwechselnd in Florenzü»d Nom, und vollendete 14 Tragödien. Die widerwärtigen Smick-sale seiner verehrten Dame hatten oft seine Muhe gestört; diesergualvvllen Lage machte der Tod ihres Gemahls ein Ende. Beidelebten von nuu an in dem innigsten und unzertrennlichsten Ver-hältniß. Sie allein, in der er Ersatz für eine Welt fand, kräftigteund befeuerte seinen Geist. Er lebte abwechselnd mit ihr im El-saß und in Paris, unablässig mit der Dichtkunst und der Ausfei-lung und Herausgabe seiner Werke bet Didot und Beaumarchaisbeschäftigt. Unterdefi brachen die Unruhen in Frankreich aus.Sein edles, alleiu für. wahre Freiheit beqeistertes Gemüth mußtedas Trugbild derselbe», dem die Revolution buldigte, mit Abscheu'»id Verachtung betrachten. Er verließ daher anS Widerwille»Frankreich und ging nach England. N»r dnr» das stete Falle»der Assignaten gezwungen, kehrte er nach Paris zurück, höchst miß-vergnügt und erzürnt, die heilige Sache der Freiheit von freveln-den .Händen geschändet zn sehen, und durchaus unfähig z» den ge-ringsten Geschäften. Diese qualvolle Lage ertrug er bis gegen daSEnde des August 1792, wo er Paris verließ und eben »och dc»gräßlichen Septemberscencn durch die Flucht entging. Seitdemlebte er mit seiner unzertrennlichen Gefährtin iu Florenz, die Ruhekehrt/, wenigstens periodisch, zu ihm zurück; er nahm seine ge-wohnte» Arbeite» wieder vor, schrieb noch seine Satpren und sechsEvmLdieu, und stndirtc in dc» letzten Jabren mik unermüdlichemMer die Griechische Sprache, mit deren Dichtern er erst bekanntwurde, als er seine Laufbahn bereits Vollender hatte. Mitten unterdiesen seine Kräfte erschöpfenden Arbeiten starb er am 8. OktoberUioz. Alsieri hat sich als dramatischer Dichter iu drei verschiebe-uc,n Gattungen versucht; wir besitzen von ihm 21 Tragödien, ü EoMedien und l Lramelogedie "). Wollen wir ein gerechtes Urtheilüber ihn als dramatischen Dichter ausspreche», so dürfen wir nichtÜbelsten, daß alle seine Werke in dieser Gattung nur als Bestre-bungen eines großen Geistes anzusehen sind, der sich in seinemwahren Wirkungskreise vergriffen hak. Ucberdruß an Müßiggangbud ein geheimer innerer Drang »lachten Alsieri znm Dichter; und", der selten die Mittelstraße ging, konnte sich »»möglich beieiner Beschäftigung, anf die er sein ganzes Leben zn wenden be-schloß, die Mittelmäßigkeit znm Ziele setzen. Er spricht es viel-Wehr nicht undeutlich aus, daß sein einziges Bestreben dabin gebe,»ch in der in seinem Vaterlandc bis auf ihn «och vernachlässigtenurainatlschen Kunst jenen unsterblichen Meistern des Gesanges bei-«"gesellen, welche Italien besitzt. Er rang nach diesem unvcrwell-
*) Weder A. W. Schlegel noch Griiber scheinen die Comödien undvlc Tramelogedle, so wie überhaupt seine nachgelassenen zu Flo»*euz in iz Bände» erschienenen Werk« gekannt zu baden,
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