Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
Seite
XXXVII
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nnithet worden sey, Belgien und die eiserne Krone abzutreten *).Am l. December wurden alle Vorbereitungen getroffen und Napo-leon feuerte seine Soldaten mit folgenden Worten an: „Soldaten!die Russische Armee steht vor euch, um die Oestreichische wegen UI«du rächen. Es sind dieselben Bataillon-» die ehr zu Hollabrnn ge-schlagen und seitdem unaufhaltsam bis hierher verfolgt habt. UnserePositionen sind furchtbar und während sie marschiren werden, meineRechte zu umgehen, werden sie mir die Flanke bloß geben.Soldaten! ick werde alle eure Bataillons selbst leiten; ich werde weitv»m Feuer bleiben, wen» ihr mit eurer gewohnten Tapferkeit diefeindlichen Glieder «n Unordnung bringt. Sollte aber der Sieg nureinen Augenblick zweifelhaft seyn, so würdet ihr euer» Kaiser den er-sten Streichen ausgesetzt sehen. Der Sieg kann unmöglich wanken ineinem Treffen, wo es auf die Ehre der Französischen Infanterie an-kommt. Jeder sey durchdrungen von dem großen Gedanken, daßdiese Söldlinge Englands, die uns so tief hassen, überwunden wer-den müssen. Dieser Sieg wird unserm Feldzuge ein Ende machen;wir werden in Winterquartiere ziehen und der Friede, den ich schlie-ßen werde, wird meines Volkes, eurer und meiner würdig seyn!"Als er Abends von einer Beschallung der Positionen in sein Bivouak(eine Etrohhülte ohne Dach) zurückkam, rief er aus: „dieß ist derschönste Abend meines Leben-! nur der Gedanke schmerzt mich tief,daß Morgen sicher viele dieser Braven nicht mehr seyn werden! indiesem Schmerze fühle ich es aber, daß ich sie wie meine Kinder liebe"Um ein Uhr des Nachts war er bei den Vorposten; der Feiertag seinerKrönung, her s-December, der Tag der Schlacht war angebrochen,die auch mit dem Grauen des Morgens begann. Die FranzösischeArmee war etwa gegen 8c>,ovo Mann stark und bestand aus den Corpsder Marfchälle Soult, Lannes und Beruadvtte, aus demgrößten Theile des Corps unter Marschall Da von st, der Reiterei"nter Mürat und aus der kaiserlichen Garde. Die gegenüberstehen-den Alliirten konnten eher über als unter yo,o<x> Mann gewesen seyn,indem man gegen 70,000 Russen und 20,000 Oesterreicher annimmt;die Franzosen rechnen 80,000 Russen und 25,«o Oesterreicher, dage-gen die Russen IO0,VO0 Franzosen, sich selbst aber nebst den Oester-keichern noch nicht ganz 70,000 Mann stark angeben. Der linke Rus-sische Flügel unter Bury binden sollte die Franz. Armee auf ihrerfechten Flanke umgehen und so in den Rücken fallen; doch schon beiden Dörfern Tal nitz und Menitz stieß Bu rhdwden auf das inder Nacht dorthin südwärts nach dem Kloster Raigern abmarschrrte«vrps v. Davvust und war daher gezwungen, sich gegen allen Plan^ schlagen. Die Anhöhen von Pratzen, welche die.Ebenen desSchlachtfeldes beherrschten, von den Russen aber verlassen wordenAaren, wurden gleich beim ersten Angriff der Franz. Armee am dieRussische von Soult genommen, durch welches Manöver der -anze«ukeFlügel der Ruffen abgeschnitten und von Davvust und Soultuvn in die Mitte genommen wurde. Wäbrcnd dessen war die ganze'6k«nz. Armee unter Bernadotke, Mürat und Lannes vorge-guckt; das Centrum der Russischen, bei dem auch die Oesterreicherstanden, kommandirte Äukusow, den rechten Flüqel GroßfürstKonstantin und der Fürst Dolgvrucki; hinter ihrer Fronte stan-ken als Reserve die kaiserliche Garde und ein Corps Infanterie uul«

') An da- HguS Sardinien.