Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
Seite
XXXVIII
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BagraNon. Nur die furchtbaren Wirkungen der gut benutzte»Franz. Artillerie konnten die Russischen Linien brechen, die lange A"kwie unerschütterliche Mauern standen; als das Centrum gesprengtwar, rückte die Russische Garde vor nnd warf sich gewaltig auf dieFranzosen, die auf einen Augenblick IN Unordnung kamen, da eineslbrcr Regimenter auseinander gesprengt wurde; aber in diesem Wo-mente rückten auch die Franz. Garden vor und nach einem blutigenGefecht faßte Kutusowden Entschluß sich zurückzuziehen; der gan-zen Armee folgte nun auch der Großfürst an der Spitze der Garden l >dieß alle» geschah aber in größter Ordnung. Roch schlug sich der Rüstfische linke Flügel unter Burböwden und dort litten auch die Frau»goscu am meisten; doch ein Unfall eigener Art dekraf dieß tapfere ^CorpS, Indem es versuchte über einen zugefrornsn See zu mar-schiren, Napoleon aber im Augenblicke seiner Ankunft auf diesemPunkte Befehl gab, mit Kartätschen auf das Eis zn schießen, dieseseinbrach nnd mehrere tausend in den See versanken; doch den Rest,rettete Burhowden glücklich zur Hanptarmee, die in der Nachtauf den z. Decemb. über Uhrschitz, Czeitsch, Gödiug hinterdie March auf die Straße nachUngarn, doch mit Verlust von mehrals roo bespannten Kanonen mit allen Pulverkarren , sich zurückzog»die Arriergardc unter Baarativn wurde am z. December noch ein-mal, doch ohne bedeutenden Verlust, angegriffen. Der RussischsVerlust in diese« zwei Tagen überhaupt wird Französischer SeitS aus !40,000 Mann an Todten nnd Gefangenen, in den Russische» Ve-richten aber auf 12,000 Mann angegeben, so wie die Franzosen nurIvoo Todte nnd zzoo Verwundete von sich zugestehen, während K»-tusow den Verlust der Franzosen a»f wenigsteus 18,000 schätzt *).

Die endlichen Resultate dieser Schlacht waren: die AusammenkunfkNapoleon» mit Kranz ll.« die Trennung der Russischen Armee vonder Ocsterreichischen, indem sie in vorgeschriebenen Etappenmärsche»inbdrei Kolonnen über Preußisch Schlesien in ihr Vaterland zurück-kehrte, der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Oesterreich und jder am 26. December zwischen beiden Mächten zu Preßburg geschlossene lFriede. Von einem Frieden zwischen Frankreich und Rußland aber ^war die Rede nicht gewesen; sbndern die Russen blieben in Schlesien jbis in den Februar i 8 vü stehen, den» der Großfürst CvustantI» warselbst mit dem Fürsten Dvlgorucki in Berlin aewescu, um diese Armeedem Könige von Preußen zu seiner Disposition anzubieten, zu Anwe-lken, welche neun Monate später sich enthüllten. !

* Bädcr. Der Gebrauch der Bäder verliert sich in die entfern* !testen Aorten des Alterthums hinauf. Die Natur lud in Flüsse»und im Meere zuerst dazu ein und führte den Menschen früh ausden Gedanken, diesen angenehmen und wohlthätigen Genuß auchseine Wohnung zu verpflanzen. Schon bei Homer finden wir da»

Bad im Hause alö eine gewohnte Sitte. Als Ulnsses den Palastder Circe betritt, wird ihm zuvörderst das Bad gerüstet, nach wel-

*) I» der von Napoleon »ach der Schlacht erlassenen Proklamationan seine Armee v. z» Dccemb. wurden 40 Tabuen, >20 Kanonen/

20 Generale und mehr als zo.coo Gefangene al« Trophäen S"«aunr. UebrigenS belohnte er seine Tapfern vo» »en ausgesch»"-»enen Contributlonen kaiserlich und adoptirte alle Kinder der»em Schlachtfelde von Austerlip gebliebenen Franzose»; alle soll"»

«uf sein« Koste» erzöge» Werden.