Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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che»n eb mit köstlichen Hffenzen gesalbt und mit ttincnr schönen Gewände deklcidet wird. Auf gleiche Weise wird überhaupt jeder FremdUng, der unter ein gastliches Dach einkehrt, zuerst in das reinigenve und von der Ermüdung der Reise erquickende Bad geführt, wel-ches das erste Erfordernis der Bewirthmig war. Dennoch war dasBaden im hohen Alterthum nicht so gewöhnlich, wie in den folgen-den Zeiten,' wo mau theils in den Gebäuden eigene Badezimmer,theils auch öffentliche Bäder anlegte. Die öffentlichen Bäder wa-ren bei den Griechen mcistentheils mit den Gymnasien verbunden,weil man sich ihrer nach den Uebungen zu bedienen pflegte. DieRömer ahmte» in ihrer lnrnriösen Periode auch hierin den Griechenwach, r„id erbaueten prachtvolle Bäder sowohl zum Privat- als zumöffentlichen Gebrauch. Folgende Beschreibung derselben paßt daherstuf die griechischen und römischen Bäder zugleich. Das ganze läng-"ch gestaltete Gebäude hatte zwei Abtheilungen/ die eine für Nöän-wcr, die andre für Frauen. In jeder konnt» man kalt und warmroden. Die warmen Bäder in beiden Abtheilungen stießen an ein-ander, damit sie gemeinschaftlich geheizt werden konnten. In derMitte des ganzen Gebäudes befand sich im Kellergeschoß das Hoiz-äunmei', durch welches sowohl das Wasser zum Baden heiß gemacht,uls auch bisweilen der Fußboden der anliegenden heißen Badstndenrrivärmr wurde. Ueber dem Hcizzimmer befand sich ein Zimmer,welchem drei kupferne Kessel dergestalt stufenweise über einandergemauert waren, daß der unterste unmittelbar über dem Feuer, derZweite über diesem und der dritte über dem zweiten stand. So harteuian in dem untersten kochendes, in dem zweiten laues und in demöNtten kaltes Wasser. Durch besondere mit Hähnen versehene Rbh-öen wurde das Wasser aus diesen Kesseln In die daneben befindli-Wen Badestubcn geführt; der Abgang aber aus einem Waffcrbehäl»^ sogleich ersetzt. Neben dem hcizzimmer waren anf jeder SeiteM einzelne Zimmer für das heiße, laue und kalte Bad. DieFodestuben hatten im Fußboden ein gemauertes Becken, in welchemU Sessel befanden und um welches herum eine Gallerte ging, wodie Badenden, ebe stc ins Bad stiege», und die sie Bcdicncn-aufhielten. Außerdem befand sich in den Bädern auch ein Zim-Istbr z„,n Schwitzbade, welches durch Wärmcröhrcn geheizt ward,d,, hieß. Dieses Zimmer hatte oben eine Leffnung,

welche das Licht siel, und vou welcher herab ein eherner DeckelyW-den man aufziehn und niederlassen konnte, nm »ach Lodürf-s/st die Hitze zu vermindern oder wieder z» verstärken. Zum Aus-u, zum Aufbewahren der Kleider und zum Salbe» ch.ach demiNe gas, es besondere

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?st°en enthielt ein solcbeS öffentliches Bad, das in seinem InnernHess köstlichsten Möbeln und allen zur Bequemlichkeit und An-HÄ"chkelt gehörigen Gegenständen ausgestattet war, in seinemte» aber einem weitläuftiqen Palaste glich. Der rmmer höhe-eia-« missen nachspähende Lnriis der Römer erbaute in der Folgedem» .Leitungen, nm das Mecteswaffcr in die Bäder zu führen,hlnäg!? stch des Schnees von den Gebirgen, und erweiterte diestzüa»>?- " auf eine Weise, daß sie uns noch in ihre« Ucberrcsteu Er-m Bewunderung abuöthigen.

Leu Neuern Anden wir den Gebrauch künstlicher Bäder we:

-... Zimmer; ferner standen noch Spaziergänge,

te Laufbahnen, Säle z» Ballspielen und Gärten danüt in Vcr-Alle diese Nebengebäude nebst einer Menge von Bade-