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niger allgemein. Unter den Europäer» sind es eigentlich nnr dieRussen, welche eigenthümliche Badeanstalten haben, die von allenVolksklaffen das ganze Jahr hindurch besucht werden, Das russischeBad besteht in einem einzigen Saale, aus Holz erbaut; in demsel-ben erblickt man einen mächtigen merallnen Ofen, der'mit Flußkie-seln bedeckt ist, welche die Hitze des Ofens glüht. Ninas umhersind breite Bänke befindlich. Beim Eintritt fühlt man sich derge-stalt von Glurh befallen, daß, wer nicht daran gewöhnt ist, diese»Instand nur wenige Augenblicke ertragen kann. Diejenigen aber,die im Stande sind einige Jett in dieser Atmosphäre zu dauern,entkleiden sich und strecken sich auf einer der Bänke oder vielmehrauf einer darauf gelegten Matratze aus. Nunmehr wird kaltesWasser auf die glühenden Kiesel gegossen, aus denen sich Augenblick'lich ein dicker heißer Dampf erhebt, der den also Badenden ei»'schließt und dergestalt erhitzt, daß der Schweiß über seinen ganze»Körper ausbricht. Um die Dünste zu unterhalten, wird von fümzu fünf Minuten neues Wasser auf die Kiesel gegossen. Das Thes'msmeter steigt in diesen erhitzten Dämpfen gewöhnlich auf 40 bls45 Grad Reaumür. .Hat der Russe auf diese Weise sein Bad ge-nossen, so läßt er sich noch mit eingeweichten Birkenruthen peitsche»,zur Verminderung, des Schweißes mit Seife reiben, nnd darauf »»llauem und endlich mit kaltem Wasser waschen, von welchem letzter»ihm einige Eimer voll über den Kopf gegossen werden. In Erm»»'gelung des kalten Wassers springt er auch wohl unmittelbar nachdiesem Schwitzbade in einen Fluß oder Teich, oder streckt sich in ds»Schnee. Der vornehme Russe genießt nachher ein Getränk aus eng»'schein Bier, weißem Wein, geröstetem Brot, Jucker und Zitrone»-und ruht auf einem Bette aus; der gemeine hingegen trinkt, i>a<^dem er sich im Schnee abgekühlt hat, einige Gläser Brantewein u»»geht wieder au seine Arbeit., — Die Russen bedienen sich diEBader sehr häufig; sie -sind ein Bedürfniß des Volks und man trittsie in jedem Dorfe. Aehnliche Bäder findet man auch in Fiunla»»'Bei den Asiaten sind die Bäder ebenfalls in allgemeinem G-branch; wir beschränken uns jedoch hier nur auf einige Nachrichtvon den türkischen und indischen Badeanstalten. ,
Die Türken sind vermöge ihrer Religion zu wiederholten tag Vchen Waschungen verpflichtet, außerdem müssen sich Männer »'Weiber auch unter gewissen Umständen und zu gewissen Zeiten ° ^sonders baden. Iu diesem Ende findet sich in jeder Stadt mit ei»Moschee auch ein öffentliches Bad, und reiche Privatpersonci« °,,,sitzen noch eigene Badeanstalten, die mit allen Gegenständenscher Ueppigkeit ausgeschmückt sind. Aber außer diesen warmen A,drrn haben die Türken au» das trockene Bad der Alten.bände, deren sie sich dazu bedienen, sind aus Stein erbaut, und e>halten mehrere Zimmer, deren Fußboden aus Marmorplattc» ^steht. Diese Zimmer werden mittelst Röhren geheizt, welche »>die Wände gehn und die Warmem allenthalben hinleitc». . M«-'^man sich in einem besondern Zimmer entkleidet hat, "stieltsich in eine baumwollene Decke, zieht hölzerne Pantoffeln an, u>'Füße gegen die Hitze des Fußbodens zu schützen und gec- i»Badezimmer. Die heiße Luft erzeugt bald einen allgemeinenma» wird hierauf gewaschen, abgetrocknet, gekämmt und »»wollenen Tuche gerieben; zuletzt wird der ganze KörperSeife oder einer andern der Hank zuträglichen Salbe ven"