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reich. Nach seiner Rückkunft legte er sich ganz auf dke Natur- undMrgwerkekm-.de, wurde 1770 Beisitzer in dem obersten Münz - undMrgmeisteranite zu Prag, und noch in eben dem Jahre Bergrath.Ilm das kaiferl. könrgl. Naturalicnkabinet zu ordnen und zu be-schreiben, wurde er 1776 nach Wien berufen, ward daselbst 1779wirklicher Hofrath bei der Hofkammer in Münz- und Berkwerkssa-chen, litt viele Jahre lang an einem chronischen Gichtübel, undstarb am 28. August 1791. Born besaß außerordentliche Geistes-kräfte, übersah jeden Gegenstand mit seltener Leichtigkeit, verstandund sprach die bekanntesten europäischen Sprachen, und besaß nebst«einer Hauptwisseuschaft, der Mineralogie, in den meisten übrigenWissenschaften mehr als gewöhnliche Kenntnisse. Den größten Ruhmerwarb er sich durch die Verbesserung und Erweiterung der Amalga-inationsmerbode, d. i. der Kunst, durch Anquickung des Quecksil-bers die Metalle zu reinigen, wovon er das wichtige Werk heraus-gab: Ueber das Anquicken der Gold- und Silberhalti-gen Erze, Rovsteine, Schwarz-Kupfer und Hütten«speiße. Wien, 1786. 8. Auch außerdem hat er der Mineralogiedie wichtigsten Dienste geleistet, durch die mit allgemeinem Beifallaufgenommenen Bejchreibunzen seines eigene», des kaiserlichen unddes Radischen Cabinets; durch seine Briefe über Mineral-Gegen-stände 1774, und viele einzelne Abhandlungen in den Schriftenmehrerer gelehrten Gesellschaften. Ucberhaupt war er für alles Guteempfänglich, und beförderte es aufs nachdrücklichste. Von der rei-chen Ader des Witzes, die ihm zu Theil war, zeigt seine lVlou»-«kolagie (Lpoeimen Hlonaclrologstiio mrküoito , eins
unübertreffliche Satvre auf den Geist und die Verfassung der ver-schiedenen Mönchsorden.
Boucher (Frangois), erster Maler des Königs und Direktorder Malerakademie, war zu Paris im I. 1704 geboren und starb1770. Als ein Schüler des berühmten Le Meine gewann er ineinem Alter von 19 Jahren den ersten akademischen Preis. Nach-dem er z» Rom die großen Vorbilder studirc hatte, kam er nachParis zurück, und wurde von dem Publikum der Maler derGrazien genannt, eine Benennung, die er durch seine Gemäldenichc rechtfertigte. Er würde vielleicht etwas Großes baden leistenkönnen, wenn ihn nicht der verdorbene Geschmack seines Zeitaltersangesteckt hätte. Eine glückliche Leichtigkeit, mit welcher er arbei-tete, verleitete ihn zu einer übereilten Flüchtigkeit ebne Gründ-lichkeit und Studium. Seine Zeichnungen sind inkorrekt, seineFarben nicht gehörig verschmolzen, und besonders seine Earnalio»so grell, als ob der Schein eines rothen Vorhanges darauf fiel; miteinem Worte, er ist als der Zerstörer der Französischen Schule anzu-seilen. Als Mensch und Gesellschafter hingegen verdient er alles Lob.Er kannte weder Neid noch Geiz, und ermunterte junge Künstleraus allen Kräften. Mit welcher unendlichen Leichtigketl er gearbeitethabe, beweist die fast ungeheure Menge seiner Gemälde und Aeich-»inngen, von welchen letztere sich über 10,000 belaufen mögen. Ekradirte selbst etliche Blätter, nach ihm aber hat man unzähligeKupferstiche.
Boultou (Mattbew), ein Mann, der mit ausgezeichnete»Talenten den regsten Eifer, den reinsten Patriotismus verbindet,und in jeder Hinsicht verdient, daß sc>n Name rühmlich genanur«erde. Er ward geboren zu Birm>»gh«m gm 14. best. """