Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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LXIV
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I.XIV . Car

von Polignae, so hatte der Generalcontroleur, einen bequemen Platz, eineallem entsprechende Domaine in Bereitschaft. Oder interessirle sie >>"für einen armen Miliralr, einen hülfsbedürfrige» Künstler, so ke,«ceCalonne stets hülfreich seine freigebige Hand. Man mochte thu rreif^n wenn man wollte; so fand man ihn zu jeder Stunde mit seine»Geschäften zu Ende und immer bereit, mit Vertraulichkeit und ye>'Lerem Gemüth alle Wünsche zu boren; er verfolgte jeden Gedanke»mit Hingebung und half selbst ihn entwickeln. Er sprach gut «uunterhielt noch vortrefflicher. Mit allen verschiedenen Systemen v'politischen Lekonomie war er vertraut. Oeffentlick machte er n"wohl über die Physiokraten lustig, aber im Geheim versicherte er-)'.Dem, daß er sich zu seiner Schule bekenne, und wenn er heulebert huldigte, gab er morgen sich Eully hin. Sein Styl war zwaweniger feierlich, als der Necter's, aber er zeichnete sich vor diele"Lurch eine natürliche Anmuth aus; er kannte den Französischen d>atioualcharacter und wußte nur zu gut, daß die Franzosen in »eschwierigsten Verhandlungen sich viel leichter durch jeneEleganz uve>^reden lassen, t e sie weniger ermüdet." So urtheilt Lacretetle u»Lie Französische Critik hat diese Charakteristik uuterschrieben.selb,! glauben, daß auf Calonne, wie auf manchen Andern ausPeriode nicht mit Unrecht der Vers des Corneille: ,,O« orim« l"tKoar» er n« p», l'-olratkauä" angewendet werden dürfte. „

CarlAugust (sonst Christian August) Kronprinz von S<b>vLcn, geborner Prinz von Schleswig-Holstein-Sonderburg-August^durg; geb. y. Iul- 1768 gest. 28. M«l 1810. Die Revolution v° .rz. März rüoc, zu Stockholm, welche den König Gustav IV. Ad^von Schweden zum Staatsgefaugenen machte und seine gä»z"°vLhrvnentsetzung, seine Entsagung (am 2y. desselben Monats),zugleich die Ausschließung seiner Erben von der Sucression, zur Fvwharte, erhob bekanntlich seinen Lbeim, den Herzog von GüdermEland, unter dem Namen Carl Xlll. auf Schwedens Thron. Amder neue König war bereit« ü i Jahre alt, von einer schwachen, ALedroheten Gesundheit und ohne Kinder. Sein Tod» bevor m",die Nachfolge gesichert war, hätte Schweden wahrscheinlich neue u> ^legenheiten zugezogen; je p'Lhlicher dieser Fall eintrat, um sowar für die innere» dem noch tief verwundeten Reiche so nvthwenvwMuhe zu fürchte». Dieser wichtigen Betrachtung stand dienicht minder erhebliche politische Rücksicht zur Seite, daßsolchen Falle da« Reich, ohne kräftigen Stützpunkt, demirgend einer fremden Macht Preis gegeben war und die Besetz^,des Thrones in Gefahr kam, Sache gewaltiger Willkübr zu >vero°,,Daher hatten König und Stände sich vereiniget zur Wahl eines ru ^rigen Thronfolgers. Carl Teilt. übergab seine Wünsche dem gebe"" «Ausschusse (7. Iul. i«oy), dieser erklärte sich einstimmig ft>kKönigs getroffene Wahl, am 14. d. M. ward den Reichsstandcu ^förmlicher Antrag deshalb vorgelegt und vier Lage darauf vonder Thronfolger und Krvnerbe von Schweden erwählt in der Per'des Prinzen Christian August von Schleswig-Holstein-Sondervu»Augustenburg. Dem Hofe von Dänemark und dem Prinzen wm«tilgst diese Wahl vssteicll angezeigt; dem letzten, durch den Gene«Major Grafen Mörner, einen seiner größten Verehrer,brachte als Antwort des Prinzen dessen Versicherung mit ,,»»pden ehrenvollen Antrag mit Freude» annehmen würde, >vbalvder Friede mit Dänemark hergestellt wäre; eher erlaubten es