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beide» Sächsische» lluiversitäteu, Wittenberg vnd Leipzig, der Rechts-gclevrsaiiikett, und wurde auf der letzteren im 2 - >781 der Philmo-fopkie und im nächstfolgenden Jahre der Rechte Docker: das Schick-sal schien ihn für immer an Wittenberg kette« zu wollen, und alsProfessor der Rechte, zu welw>r Stelle er die gegründetste Hoffnunghalte, würde er zwar viel Nütz! ches geleistet haben, jedoch das nicht,was d>e Welt seinem tieftoricheodea Geiste verdankt. Bestimmt vonder Natur, sich in ander» Kreisen des Wissens und der Kunst aus-zuzeichnen, machte er die Nechkswlffenschaft nicht zum Geschäft seinesLebens, wadern folgte, wie jedes Genie, dem innern Rufe. Nachdein Lobe seines Vaters verließ er die Rechtswissenschaft, die seinenNeigung, n so wenig »«sagte, und widmete sich ganz dem Studiumder Natur, d. m er bisher schon alle seine freien Stunden geschenkthatte. Als Lubhader der Musik, worin er ziemlich spät erst, inseinem neunzehnte» Jahre nämlich, den ersten Unterricht erhaltenhal e, bemerkte er, daß die Theorie des Klanges ungleich mehr ver-nawläisiak war als andere Zweige der Physik, und entbrannt« vonBegierde, diesem Mangel abzuhelfen. Mathematik und Physik, be-sonders in Beziehung aus die geliebte Lonknnst, setzten ihn in denStand, für Tbeor>e und Ausübung derselben neue Bahnen zu bre-chen. Seit t ?87 hat er sich durch mehrere Schriften als tiefer Natur-forscher bewährt, besonders in Hinsicht auf Klang, Schall und Ton.Dahin gehören seine Entdeckungen über die Theorie desKlanges Lvz. 1787. Beiträge znr Beförderung einesbessern Vertrags der Klanglehre, ein Schreiben an bieBerl.Geiellsch. naturforsch. Freunde. Die vorzüglichste seiner Schriften, einin seiner Gattung classisches Werk, ist jedoch seine Acustik (Lvz.I802; 4. mil Kuxf.l, welcher er selbst erwünschte Nachrichten zurG, schichte seiner acnstischen Entdeckungen vorgesetzt bat. (Eine um-gearbeitete Französische Uebersetznng von ihm selbst erschien zu ParisI8oy in 8. unter dem Titel: Irsirs ck'Kooustig »«). WasBltnouilli, Euler, la Grange, Lambert und Riccati geleistet hatten,lhak er mit seinen eigenen Entdeckungen verbunden, und so ein Werkgeliefert, welche» für die Acustik das ist, was Newtons und Göthe'sWerke zusammen für die Optik. Keineswegs hat er bloß seine Un-tersuchungen auf die S aire n beschränkt, wie Andere gethan hattenund man von ihm vermuthen könnte, sondern sie auf alle mögliche»Arten von klingenden Körpern ausgedehnt. Er hat das Verdienst, dieWahrheit, daß das Wesen des Schalle» nickt bloß bei klingendenSaiten, sondern auch bei ander» klingenden Körpern nicht in einemZittern ihrer kleinsten Theile, sondern in Schwingungsbewegungenganzer Stellen, die durch ihre Zusammenziehbarkeit veranlaßt werden,bestehe, außer Zw-ifel gesetzt und ein Mittel erfunden zu haben, ViewSchwinguugsbewegungeu bei klingenden Flächen auch sichtbar 5 »machen, und die ruhenden Stellen durch Klangsiguren darzustel-len. Zu diesem Behufe bat er untersucht die Schwingungenrunden und einer Qnadkatscheibe, dcr rechrwinklichten nud elliptischen,der halbrunden, gleichseitig sechseckigen und dreieckigen Scheiben,einer Glocke, eines Ringe», einer Gabel, die Längeuschwinaungeader Saireu und Stäbe, mit den SInwcndungcu derselben auf dre »estimmung der Geschwindigkeit, mit welcher der Schall durch fest-Kvrpnr verbreitet wird, die drehenden Schwingungen eines Stabes,die Gesetze, nach welche» sich die Tille richten, welche durch bttll'nendcs Wasserstoffgas in einer Röhre hervorgebracht werden, die