Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
Seite
CXI
JPEG-Download
 

Lör

c.xi

»Ich hatte (so sprach sie) daS Recht he« Maral zu todten, denn erselbst befahl den Mord! Die öffentliche Meinung hatte ihn ichoNlängst vrrnnheilk und- ick vollstreckte bloß den Spruch. Ihr Ver-theidiger, voll Erstaunen« über solchen Muth, rief aus: „Inr hörtdie «„geklagte selbst? sie gesteht ihr Verbrechen, sie bekennt sich mitkaltem Blute zu einem lange» Vorbedacht dazu. sie yckheblt keinenUm,mild, sie selbst »M keine Rechtfertigung! Diese nncr'chuttet'lichöM'he, diese gänzliche Veriängimug ihrer'selbst. diese Zeugen detinnersten Gewisftnsruhe, sie sind nicht i» der Natur! Dieie Sr,chel«"vngen sind nur aus der poiinscheir Schwärmerei z» entziffern, wel-che ihr den Dolch in die Hand gab? An Snch, Bürger, Gest?)worne!ist es »nn zu urtheilen, von welchem Gewicht diese moratiiche Anfichtin der Wagschale der Gerechtigkeit sey!" Was sollte wohl auch ibkVertheidiger mehr sagen können ? Was ersprack, kffknte nnmvgltchaufdie bliildürstigen Richter Eindruck machen und hier war so ein Angriffauf die öffentliche Sicherheit und Ordnung, der selbst gegen den'Bö*srwicht uichr statt finden darf, zu bestrafe»! Doch wlHte EbarlMte

r«-waroe) mzr ven Ävrreo: „V.re miw rpr., .

vertheidigen wolle» und dieß allein war meiner Lätze angemeffen. Ichdanke Ihnen dafür und gern möchte ich Ihnen ein Zeichen der Achtung»eben, die Sie mit eingeflößt Men. Diese Heeres «uteMchren-michjedoch soeben, dsß mein Vcrmöisen «onstscirtist; aber es bleibe«Mir in meinem Gefängnisse noch tiniar kleine Schulden zübezahlenzund diese Pflicht übertrage ich hiermit Ihnen!" In einen rvrhe«Manrel gebullt ward'sie nun auf das Blutgerüste' gofvhrt,^mrrla«cholnder Mene ging sie durch das Volk, für da- fie-starb «nv ^ sicküerwüntchte. Ei» Augenzeuge hat versichert: „ daß, ais sie dte BuhnSder Bähung bestiegen habe, ihrAngcsicht von, frischen ickönen Coiorirder innigsten Zufriedenheit gefärbt qewbsen sey, und daß in denkAugenblicke der Hinrichtung, wo der Schleier ihr von Hüls und Buieikgeuommen worden wäre, ihre Wangen noch im letzten Augenblicksdie Norde holder Scham übergössen habe." ÄuS der Volksmenge,d-e ihr Schaffst umgab, rief eine Stimme in hoch stör Brwünmun-solchen Muthes: »seht! sie ist größer als Br-ntü-s!" eSwar ein Depurirter der Stadt Mainz, 4 kauu»s Adam >!ur; üm lhkin das Grab zn folgen, schrieb er an das Tribunal und »erlangte zusterben wie Charlotte Cordav «). Sie starb unter dem Beile betGuillotine am 17. Julius >7-3. - , - ' " . „ «...

t-vrreggjo. Antonio NÜegri, bekannter unter dem -ka-men, Antonio da Correggio, «den er von stiuem Geburtsort führte,Mbvrt «ichr bloß z„ hcn vorzüglichsten Malern Italiens, son-dern -Och zu jen^ schöpferischen Geistern . -die sim einen eignen Wegdadnen, und sicyer auf ihm znm Ziel der Unsterblichkeit wandeln. D»^°"s«ne Zeitgenossen seinen hoben Werth anerkannten, so ists i«^Mac zu verwundern, d«ß kaum Ein Umstand in stinem «eben, der völlig gewiß genannt werde» könnte. Was rndilMdurch d:e Bemühung prüfender Kritik als verbürgt kann bett achtetUEn, ist yjeg. Allegri wnrde zu Correggio, etner Stadt ,m Ge.blet von Moden«, igyg geboren. Seine Aeltcrn bestimmten ihn den

'*) Man vcrgi. d. Net. „ M a(pnv.Lep. Anhang zum I.u.tt.Afh.