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Fünfter Band. Von I bis L.
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k2S Italien

Anjoue. Seit Carl I. von Anjou, durch des Papstes Gunst Kö- Baynig von Neapel, Senator von Rom, päpstlicher. Bicarius in Tos- zu w

cana, auf Italiens Königskrone seine ehrgeizigen Blicke richtete (eine er du

Politik, der seine Nachfolger treu blieben), bekamen die Namen der wie c

Guelfen und Gibellinen eine neue -Bedeutung. Jener bezeichnete die der t

Freunde, dieser die Feinde der Franzosen. Au diesen Parteien ka- näh«men in den Republiken noch die des Abels und des Volks, von de- PlStz

nen fast überall die des letztern siegte. Die redlichen Bemühungen Koni

des edeln Gregor X. Frieden zu stiften (st 1276), waren vergeb- Paps

lich, wirksamer die Nikolaus III-, der Carls Uebermacht selbst sürch- söhnetete; aber Martin IV. (1280), diesem knechtisch ergeben, verdarb Mast

alles wieder und verfolgte die Gibellinen mit neuer Wuth. Ein renti

anderes Interesse trieb die Seerepubliken gegen einander in die Was- Jtalfen, das des Handels und der Schifffahrt. Die Genueser halfen Seal

dem Michael Paläologus (1261) Constantinopel von den Venetianern den

wieder erobern, und erhielten dafür Chios; bei Meloria vernich- legn,

teten sie (128») die Seemacht der Pisaner, und vollendeten ihre die ^

Mecresherrschaft durch den Lieg über die Benetiancr bei Curzola del>

(1298). Florenz vollendete seine Demokratie durch gänzliche Lech- die '

tung der Edelleute (1232.), und befestigte die Guelfenpartei durch ren;

weise Einrichtungen; aber bald theilte eine neue Parteiung, von dem es r

unbedeutenden Pistoja aus verbreitet, in Florenz und dann in ganz Ma

Loscana die Guelfen selbst wieder in zwei Factionen, die schwär- und

zen und die weißen genannt (i 3 oo). Diese wurden durch die Wa

Ränke Bon'ifaz VIII. fast überall vertrieben, und verbanden sich nun sein,

mit den Gibellinen (1Z02). In der Lombardei schien die ersterbende risseFreiheit zum letzten Male aufzulodern; auf einmal erhob sich, der z»fr

ewigen Fehden der Tyrannen müde, fast in allen Städten das ' nat<Volk und verjagte sie (1Z02 — - 3 c> 6 ), darunter auch die Visconti, Leg<

die 1277 die della Torre in der Herrschaft von Mailand verdrängt kurz

hatten,' — II. Dste Deutschen und die della Scala, ser,

Heinrich VII., der erste Kaiser, der nach 60 Jahren wieder (1317) »nd

in Italien erschien, führte die Fürsten in ihre Städte zurück, und dies

fand bei seinen Forderungen: Friede unter den Parteien und Huldi- erst

gung dem Reiche, überall Gehorsam; nur Florenz begann jetzt die mr

zwei Jahrhunderte ruhmvoll geführte Rolle der Kreiheitswächterin Be

von Italien, wählte auf S Jahre Heinrichs Feind, Robert von dac

Neapel, zum Protektor, und blieb doch frei, wahrend Italien von für

Tyrannen wimmelte. Das gibellinische Pisa bekam nach Heinrichs sollTode einen Herrn in Uguccionc della Fagaiuola (1314); nach ker

feiner Vertreibung Lucca, das er auch beherrscht, einen andern in Ge

Castouecio Castro cani (i 3 r 6 ); Padus siel (i 3 r 8 ) dem Hause jcd

Carrara, Aleffandriq, TorkSna (r 3 i 5 ) und Cremona (1822) dem plü

Visconti zu Mailand, Mantua, seit 1275 von den Bonaccossi re- nnl

giert, dem G 0 nzaga (>328) erblich anheim; in Ferrara befestigte ha

sich 1.317 die lange bestrittene Herrschaft der Este; Ravenna be- Nc

herrschten schon seit 1275 die Potenta. In den übrige» Städten tu:

war dieselbe Tyrannei, aber noch häufig von Geschlecht zu Geschlechte Jt

wechselnd, und desto drückender. Diese kleinen Fürsten, besonders so

Cano della Scala, Matteo Visconti, Castouecio, hielten den Wer- rei

größerungSabsichten Roberts von Neapel, von Clemens V. zum in

Reichsyicarius in Italien ernannt, die Wage, doch erwarb dieser H:

seinem Sohne, Carl von Calabrien, die Herrschaft von Florenz und w<

Siena, die er bis zu seinem Tode behielt (1328). Ludwig der w«