Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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is'Z Italien

tion bis auf die neueste Zeit. Im September 1792 dran-gen die revolutionären französischen Truppen zuerst in Savoyen einund errichteten da Freiheitsbäume. Durch die Pjemonteser undOestreichs -79g auf einige Zeit daraus vertrieben, behaupteten siees doch am Ende des Jahrs. Der Rationalconvent hatte schon imFebr. ,795 auch Reapel den Krieg erklärt. 1794 im April rücktendie Franzosen im Piemontcsischen und Genuesischen vor, wurdenaber im Juli 1795 von den Oestreich»», Sardinicrn und Neapoli-tanern aus Italien vertrieben. Allein im I. 1796 erhielt Napo-leon Bonaparte das Kommando der französischen Armee in Ita-lien. Er drang so plötzlich als unaufhaltsam vor, zwang den Königvon Sardinien zum Frieden, worin er Nizza und Savoyen an Frank-reich abtreten mußte, eroberte die ganze östreichische Lombardey bisauf Mantua und die Citadelle von Mailand, brandschatzte den Her-zog von Parma und den Papst, und jagte dem König von Reapelsolche Furcht ein, daß er um Frieden bat. Nachdem im folgendenJahre auch Mantua gefallen, errichtete Bonaparte aus Mailand,Mantua, dem Theile von Parma diesseits des Po, und Modemeine neue Republik, diecisalpinische genannt; die, wie diefranzösische, ein Direktorium von fünf Männern und zwei gesetz-gebende Räthe bekam. Auch den Papst überzog man mit Kriegund vereinigte Bologna mit der cisalpinischen Republik durch einenFrieden, den das Oberhaupt der Kirche nicht halten konnte. Darückten die Franzosen nach Rom vor, stürzten das geistliche Regi-ment, und errichteten eine römische Republik. In Genuazettelte der ränkevolle Bonaparte eine Revolution an, wodurch dieAristokratie vernichtet, und eine demokratische Republik, nachdemModell der französischen und unter dem Namen der ligurischen,errichtet wurde. Die Franzosen waren indeß durch das venctianischeGebiet in Oestreich eingedrungen; da nun die Benetianer mit dentapfern Lyrolern, die die Franzosen aus ihren Alpen jagten, zuBehauptung der Neutralität ihres Gebiets gemeinschqftliche Sachemachten, benutzte Bonaparte diesen Borwand, diesen ehrwürdigenuralten Freistaat zu vernichten. Er besetzte ohne SchwertstreichVenedig und gab der Republik eine demokratische Form; aberim Frieden zu Camps Formio (7. Oct. 1797) ward das Ve-ne t i a n i s ch e Gebiet bis an die Etsch an Oestreich überlassen,der Ueberrest mit der cisalpinischen Republik vereinigt. Der Königvon Sardinien schloß mit Frankreich am 2S. October einen Allianz/und Sub.sidicntractat; aber im folgenden Jahre (1798) fand dasDirectorium für gut, ihn von neuem anzufallen, von Land undLeuten zu jage» und durch'eine förmliche Verzi utsurkuiide zur Ab-tretung Piemonts zu nöthigen. Neapel hatte ebenfalls einen Frennd-schaflsvertrag mit Frankreich geschloffen, aber da es 1793 mit Eng-land ein Bündniß eingieng, dem auch Toscana beitrat, so erober-ten im Januar 1799 die Franzosen Neapel, und errichteten da dieparthenopeische Republik. Der Großhcrzog von Toscanamußte nach Wien flüchten, und sein Land wurde, wie Picmont, vonden Franzosen militärisch administrret. Als nach Zerschlagung desrastädter Congresies Oestreich und das Reich, unter russischer Unter-stützung, den Krieg gegen die Franzosen erneuerten, wurden diesevon den Engländern, Russen und Lürkcn wieder aus Neapel undRom vertrieben und der König und der Papst kehrten in ihreHauptstädte zurück. In der Lombardey wurden die Franzosen von

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