Italien 129
den Oestreichern unter Kray und Melas und den Russen untern Suworow in sechs Hauptschlachten besiegt, und verloren alleid Festungen wieder, bis auf das einzige Genua, wo Massena eineie harte Belagerung aushielt, während seine Sandsleute ganz Italienm räumen mußten. Aber indeß war Bonaparte von seinem ägyptischenm 3 uge zurückgekehrt, batte die Directorialregierung gestürzt und sich>n zum ersten Eonsul aufgeworfen. Er flog mit einem neuen Heerii- nach Italien, schlug die von den Russen verlassenen Oestreichcr bei
)- Marengo, und zwang sie zu einer Kapitulation, ."»durch ihm alle
Verlornen italiänischen F ftungcn wieder eingeräumt wurden. im! lüneviller Frieden (9. Febr. 1801) ward der Besitz Venedigs fürk, ^ Oestreich bestätigt, welches den Herzog von Modena durch Abtretungijz ^ des Breisgaus entschädigen sollte, diese Abtretung aber nicht voll-er- zog. Der Herzog von Parma bekam Toscana, und nachher von
,el Bonaparte den Titel: König von Etrurien. Die cisalpinische
en und ligurische Republik wurde von Oestreich und Frankreich garan-
>d, tirt und mit letzterer die eingeschlossenen Reichslehen vereinigt. Run
na ward auch der König von Neapel, der den Kirchenstaat hatte besetzen
die lassen, zum Frieden zu Florenz (28. März) genöthigt. Durch
ch- russische Vermittelung kam er mit Abtretung von Piombino des
ieg Stato dei Presidi und seiner Hälfte der Insel Elba, so wie mit
>en bem Versprechen, seine Häfen den Engländern zu sperren, durch.
Öa Die andre Hälfte von Elba hatte Toscana bereits an Frankreich
gj- abgetreten. Die ganze Insel aber wurde von den Engländern und
im Corsen, nebst den bewaffneten Einwohnern, hartnäckig vertheidigt,die und erst im Herbst geräumt. Den Präsidienstaat trat Frankreichem am ig. Sept. an Etrurien ab. Starke französische Lruppenavthei-n, , lungen blieben sowol in. Neapel als in Toscana stehen und ihr Un-che terhalt. kostete ungeheure Summen. Den Republiken Genua und
,en Lucca gab der erste Eonsul noch r8c>i neue Constit klonen. Aber im
zu ! Januar 1802 erfolgte die Umschmelzung der cisalp-nischen in eine,che I italiänische Republik, nach dem Muster der neuen franzö-zen Uchen Verfassung, und Bonaparte ward Präsident der,el-
eich den. Zum Vicepräsidenten ernannte er den Bürger Melzi d'E-
ber rile. Bedeutende Unruhen in vielen Departements folgten auf
,e- diesen Streich, wurden aber von den französischen Waffen bald un-
en, terdrückt. Auch Genua erhielt abermals eine neue Eonstitution und
mg den Girolamo Durazzo zum Doge. Piemont aber ward durch einen
nz§ konsularischen Beschluß vom n. Sept. 1802 definitiv mit Frankreich
das vereinigt. Nachdem Bonaparte in den Jahren 180Z und 1804 Jta-
nnd lien aufs willkührlichste und drückendste benutzt hatte, ermuthigte
Ab- ihn endlich die Lethargie der europäischen Mächte, am 17. März
nd- >S °5 zu seiner neuen Kaiserkrone auch die italiänische Kö-ng- nigs kröne hinzuzufügen, doch versprach er ausdrücklich, das neueder- Reich nie mit Frankreich zij vereinigen, ja sogar, ihm bald einendie . eignen König zu geben. Die abermalige neue Eonstitution glich derana des französischen Kaiserreichs. Napoleon stiftete den Orden der
von eisernen Krone, und ernannte nachdem er sich am 26. Mai zu
des Mailand feierlich die Krone aufgesetzt, seinen Stiefsohn, Eugen
ter- Beauharnois, zum Bicekönig von Italien, den er mit
üese rülem äußern Glanz umgab, ohne ihm wahre Macht einzuräumen,
und Drückender, als diese neue Regierung, war nie eine für Italien
ihre gewesen, denn im Frieden betrug das Staatsbedürfniß 100 Mill.
von «ranken, die von nicht ganz 4 Millionen Menschen aufzubringen
?e.r> (N. Auch) V.