Italien Italiänische Buchhaltung izi
i- er jenen wieder mit Joachim Mürat, bisherigem Großherzogi- von Berg , der den §ten Sevtbr. i8c>8 in Neapel einzog. Im fol-
i- ^ genden Jahre igng stellte der Kaiser, des Schaffens und Umschaffens
!- ! nicht müde werdend, das Großherzolthum Toscana wieder her. und
n ! gab es, doch nur als eine Statthalterschaft, seiner Schwester Eliseik von Piombino. In demselben Jadre machte Oestreich mit beispiel-
>e losen Anstrengungen einen neuen Versuch, durch einen verzweifelten
- Kampf die Uebermacht und den Uebcrmuth Frankreichs zu brechen,
s Die Oestreicher waren zwar in Italien anfangs glücklich; aber das
n Kriegöglück trug Napoleon wieder pfeilschnell nach Wien, und von
a hier aus proclamirte er am i/ten Mai höhnend die Vernichtung
n der weltlichen Herrschaft der Päpste und die Vereinigung des Kir-
>§ chenstaats mit Frankreich. Rom ward kaiserliche freie Stadt, und
n. dem Papste 2 Millionen Franken Jahrgeld bewilligt. Nach dem
1- schönbrunner Frieden, durch den Napoleon die sogenannten
1- illyrischcn Provinzen erwarb, ward Jstrien und Dalmatien vom>0 Königreich Italien abgerissen und zu jenen geschlagen. Dagegen
ld trat Baiern von Lyrol den Etschkreis, einen Theil des Eisackkrei-
u ses und das Landgericht Klausen an Italien ab. Unerschütterlich
m schien nun des französischen Kaisers Macht in Italien, wie in ganz
st Europa, befestigt. Wahrend das italiänische Volk französische Heere
t, ernähren, seine eianen in den fernen Eroberungskriegen Napoleons
t. aufopfern, und beim gänzlichen Ruin des Handels und Gewerbes
t- drückende Abgaben aufbringen mußte, waren alle Zeitungen voll
m Lobpreisungen der Anstalten zu Belebung der Wissenschaften, Künste
r- und Gewerbe in Italien. Man duldete schweigend und hoffnungs-
rs los, bis der unersättliche Wcltbezwingrr in seinen eignen unge-
f- heuern Unternehmungen unterging. Wir sahen vor kurzem, nach
M ! dem gräßlichen Rückzüge aus Rußland, seinen Schwager, den, per-in sönlich von ihm beleidigten, König von Neapel, ihn verlassen, dann
u- bei seinen fernern Rüstungen unthätig bleiben, und endlich, als die
en Oestreicher, unter Bellegarde, in Italien vordrangen, als seinen
H Feind auftreten. Der Vicekönig Eugen blieb Napoleon und seinem
ie Charakter treu, und leistete den Feinden seiner Dynastie tapfern
in Widerstand, den aber die Niederlagen Napoleons in Frankreich ver»
en eitelten. Jetzt hat Oestreich Venedig und seine Herzogthümer Mai-
ii, land und Mantua wieder gewonnen, und diese Staaten mit Bo-
M logna und Ferrara vergrößert; der Kirchenstaat und Toscana sind
r- ihren rechtmäßigen Beherrschern zurückgegeben. Die Wiedererstat-
sn tung Piemonts an Sardinien, und die Wiederherstellung der Ne-on publik Genua wird Statt finden, und gewiß ist bereits die Gröss-er nung der Häfen, die Belebung des Handels, das fröhliche Wieder-
ne aufblühen Italiens unter gemäßigten, rechtlichen Regierungen. Ick. D.
r> I t a liä n i sch e oder k ü n stli ch c B lu me n kamen zuerst aus
ve Siena in Italien. Seguin in Paris war der erste, welcher derglei-
ür chen aus Mark vom Hollunderbaume und von gefärbten Silberplatt->t- chen verfertigt hat.
es Italiänische oder doppelte Buchhaltung ist die Mis-ts senschaft der Rechnungsführer und Kaufleute, alle ihre Einnahmen
lch und Ausgaben, es sey an Geld oder Waaren, durch die Führung
e- der Bücher in doppelten Posten in einer solchen guten Ordnung zu
>m halten , daß sie, so oft es nöthig ist, sich und andere schnell genaue
m und richtige Rechenschaft davon ablegen können. Sie lehrt alle ge-lle machten Dispositionen in eine solche Berbindung setzen, daß der