Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Italiänische Kunst

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vier Hauptschulen, deren jrde sich durch besondere Vorzüge auszeich-net, zwei Orte, nämlich Neapel und Genua, in Hinsicht der Mah-lerei merkwürdig. Unter den Neapolitanern sind Tommaso da Ste-fani (c. ergo), Fi>. Tesauro, Simone (ch 1Z60), Cvlantonio diFiori (-s '4991, Solaris il Zingaro (ch »455), Antonello da Meffina,von welchem van Eyck die Oclmahlerei erlernt haben soll, Sabatino( 1 - ibpS), die Criscnoli, Eorcnzio, Ribera il Lpaxnoletto (geb. -SgZ),ein fleißiger und talentvoller Naturalist, Salvator Rosa (ch 1678),ein feuriger, jedoch das Edle nie erreichender Geist, Pieti il Eala-brese (ch '699) und Lucs Giorvano (ch 1706), der eine unzähligeMenge geistreicher Werke hinterlassen hat, vorzüglich zu bemerken.Auch Solimena ich 1748) und Franc, di Mura ch >782) haben nocheinigen Werth. Die Genueser besitzen einen Semini in. i 5 nc>), LucaCambiasi ch ' 5851 , Paqgi (0. 1600), Strozzi ch '644), Castiglionech 1670), Gaulli ch '709) und andere, welche aber doch nicht un-ter die vorzüglich ausgezeichneten ital. Mahler gerechnet werden kön-nen. — Als ein Mittelglied zwischen der Mahlcrei und Bildhauer-kunst (was diese auch insbesondere bei den Jtalianern betrifft, s. d.Art. Bildhauerei) muß die Mosaik betrachtet werden, welche un-geachtet ihrer großen Unvollkommenheit im Allgemeinen, in Romund Florenz dennoch außerordentlich weit gebracht worden ist. Dierömische Mosaik besteht darin, daß kleine kubisch geschliffene Steine,oder Glasstücke, von verschiedenen Farb-n und Abstufungen, mittelstKittes an einander gesetzt und befe'igt werden, so daß sie Gemähldenachahmen. Schon Last, Giotto und Cavallini, sein Schüler, ver-fertigten dergleichen. Um 1600 arbeitete Aucca in Rom viel in die-ser Gattung , ferner Calandra (0. >6?a), und gegen das Ende die-ses Jahrhunderts Cristofano, der eine besondere Schule errichtete.Da in der Peterskirche die Gemählde durch Feuchtigkeit litten, sosetzte man die meisten derselben in Mosaik und nahm die Originaleweg. Die Copien nach Guercino's Petronilla und Domenichino'sHieronymus zeichnen sich in dieser Art vorzüglich aus, allein dasganze Unternehmen bleibt doch nur Fabrikarbeit. Die florentinischeMosaik dagegen besteht aus ganzen Steinen von bedeutender Größe,sogar Edelsteinen, welche so zusammengestellt werden, daß sie Thiere,Früchte, Blumen u. s. w. vorstellen. Daccio aus Siena (ch 'Z57)und seine Schüler haben aus diese Weise den Boden des Doms vonPisa ausgelegt. Allein auch diese Arbeiten gränzen mehr an Fa-brikarbeiter,und die Namen derjenigen, welche sie unternahmen,sind meistens ganz verloren gegangen. — Es muß auch hier dieKupferstecherkunst erwähnt werden, als in welcher die Jtaliä-ner sich ebenfalls vorrheilhaft ausgezeichnet haben. Roch immerstreitet Italien sich mit Deutschland um die Erfindung dieser treff-lichen Kunst. Tomaso Finiguerra (c. 1460), ein Florentiner, istnach Vasari's Angabe, der erste bekannte Meister dieser Kunst,welcher sie dem Baccio Bandini mittheilte. Ihnen folgte der auchals Mahler erwähnte Montcgna, allein erst Marco Antonio Rai-mondi von Bologna ic. iZoo) brachte eine größere Freiheit in seineKupferstiche. Er bildete sich nach Düros ihm bekannt gewordenenBlättern, und stach sie sogar nach. Seine Arbeiten nach Rafael(der ihm selbst oft die Eontouren auf die Platte gezeichnet habenWll) und andern, werden wegen der Vortrefflichkeit der Zeichnung,dw darin herrscht, stets von großem Werth bleiben. In seinerManier, aber immer noch mit Meisterhastigkeit, arbeiteten Dona-