Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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IZ8 Italiänische Kunst Jrion

föne, Marco di Ravenna, Beatricetto, die Ghisi aus Mantua undandere. Auch verdienen, jedoch in einer andern Art, Agostino Ca-racci, Parnieggiano, Carls Maratti und Pietro Testa genannt zuwerden, welche vortreffliche Sachen mit der Radiernadel hervorge-bracht haben. Stefano della Bella zeichnete sich durch kleine geist-reich und nett ausgeführte Arbeiten aus. Unter den Neueren, welchedie Bortrefflichkeit der Zeichnung der früheren Meister nicht in sohohem Grade besitzen, dagegen eine, den frühern Kupferstechern fastunbekannte, affectvolle und fleißige Behandlungsart einführten, ver-dienen Cunego, bekannt durch seine Stiche nach Michel-Angelo, Do-menichino u. s. w. im hamiltonschen Werke, Volpato, dessen rafael-schen Stanzen ein steter Ruhm gewiß ist, und Bettelini vor alleneine Erwähnung. Allein keiner hat diese Art der Knpferstecherkunstauf einen so hohen Grad der Bollkommenbeit gebracht, als der nochlebende Florentiner, Rafael Morghen,. dessen Abendmahl nach Leon.da Vinci, Verklärung nach Rafael und Stunden nach Poussin, dievortrefflichsten Arbeiten in ihrer Art bleiben werden. vm.

Jthaca, die kleine Insel im ionischen Meere, welche nebenCefalonia (dem alten Cephalenia) liegt, und das Vaterland des be-rühmten Ulysses war. Die ganze Insel besteht aus einem Felsenvon geringem Umfange, auf welchem uns Homer einen Berg mitNamen Neion, und daneben die Stadt Jthaca, ferner einen Raben-felscn Coraconpetra, eine Quelle Arethusa und einen Hafen Rei-thron bemerken läßt. Nach einigen Schriftstellern wird sie jetztVal di Compare, nach andern aber Dhaki (Tbeaki),auch klein Cefalonia genannt. Der Hafen Rcithron wird jetzt PottsVati genannt.

Jrion, König in Thessalien, war nach der sehr verschiedenenAngabe der Schriftsteller entweder ein Sohn des Antion und derPcrimele, oder des Aeton, oder des Mars und der Piside, oder desPhlegyas, oder deß Leonteus, und ein Enkel des Periphas, einesSohns des kapithas, welcher letzterer der Stammvater der Lapi-then war. Er heirathete die Dia, des Dejoneus Tochter, mit wel-cher er den Pirithous zeugte. Weil er seinem Schwiegervater dieHochzeitgeschenke, mit welchen damals die Braut gelöst werdenmußte, verweigerte; so raubte ihm dieser dafür seine Pferde. Jxionbeschloß dafür heimlich Rache zu nehmen. Daher verstellte er sich,und lud den Dejoneus zu einem Feste ein. Als dieser gekommenwar, ließ er ihn durch eine verborgene Falle in einen feurigen Ofenfallen, in welchem er von den Flammen verzehrt wurde. Doch reuetenachher den Jrion diese Grausamkeit; ja, er wußte sich sogar beiden Göttern dergestalt beliebt zu machen, daß ihn Jupiter zum Es-se« einlud. Hier verliebte er sich in die Juno: diese täuschte ihn,und er umarmte statt ihrer eine Wolke, aus welcher Umarmung diefabelhaften Centauren entsprungen seyn sollen. Nach einer andernMeinung zeugte er mit eben dieser Wolke den Hyperphialus, vondem die übrigen Centauren abstammten. Nach dem Pindar zeugteer die Centauren mit Pferden. Jrion ward wegen des begangenenFrevels von den Göttern bestraft, und Jupiter schleuderte ihn miteinem Blitze in den Tartarus, wo er ihn mit Schlangen an einRad fesseln ließ, das vvm Sturmwinde in ewigen Kreisen herum-getrieben wurde.