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zu dem lieblichsten gehören, was wir in dieser Art besitzen, zeigenkeine Spur mehr davon. Immer mehr.näherte er «ich der Vollen-dung, und die Muse, die ihn'bis in sein Greisenalter begleitete,schien ikm immer höhere Gunst zu gewahren. Er folgte im I. 1784.einem Rufe Josephs II. nach Freiburg im Breisgau, wo er alsProfessor der schönen Wissenschaften angestellt wurde. Während erhier durch Lehre und Beispiel mit glücklichstem Erfolge wirkte, er-freute er das Publikum noch mit der Herausgabe seines Ueber-flüßigen Taschenbuchs (1795—1800) und seines Laschend-.chsIris (igoZ fgg.). Sein eben -so geschmackvoller als lehrreicherAuszug aus dem' Untikenkabinet des Herzogs von Orleans verdientmehr bekannt zu sein, als er es ist. Rahe am Ziele des Lebensbeschenkte er das Publikum noch mit einer Ausgabe seiner sämtli-chen Werke (Zürich 6 Bd.), und die neue Auflage, die bald davonnöthig wurde, war ein Beweis, daß auch das Publikum in derTheilnahme gegen den lieblichen Sänger nicht lauer geworden war.Völlig unterschreibe ich das Urtheil eines Unbekannten über dieseSammlung, wenn er sagt: „Wer edle, sanfte Gesinnungen, werdie Stimme eines reinen und religiösen Herzens in einer gleichmä-ßig reinen, leichten und melodischen dichterischen Sprache gern ver-nimmt, wer sich oder einen gewählter» Zirkel auf eine eben so un-terhaltende als belehrende Art durch abwechselnde litterarische Auf-sätze und Poesien ergötzen will, der wird Jakobi's Schriften gewißdazu am angemessensten finden, weil sie auch im Durchschnitt aufein größeres gebildetes Publikum berechnet sind. Nur etwa in ei-nem Zeitalter, wo die größere Menge eben so roh als verbildetwäre, wo nur das Hochtrabende, Groteske, Carikaturmäßige, Ue-bertragifche, Ueppige, nur manirirte Nachahmung einseitiger Ori-ginalität , alter oder neuer Rationalität gesucht würee, könnte Ja-robi undankbar vergessen werden. Er sucht nicht die großen Gegen-stände des Lebens auf, sondern weiß die kleinen, indem er sie un-merklich mit großen oder edlen Ideen verbindet, indem er sie demHerzen näher bringt, achtungswerth zu machen. Seine Gedichtehaben alle einen ähnlichen gleichmäßigen Charakter. Das herzlicheLied und die Epistelform gelingt ihm jedoch besser, als das Epi-gramm und die Satyrs. In keinem seiner Gedichte wird man aber,bei einem leichten'Plane des Ganzen, nicht auch auf ein-.eln ausge-zeichnete Stellen stoßen." Am 4. Jan. 1814 endigte sein schönesLeben; er starb geliebt und beklagt von allen, die ihn kannten,auch jm Greisenalter noch zu früh, denn schön wie seine Liederwar seine Seele, sanft, theilnehmend, wohlwollend, liebevoll seinHerz. ää.
Jacobiner. Der böse Dämon der französischen Revolution,welcher wie ein giftiger Wurm in dem Baume der Freiheit saß,Wurzel, Mark und Frucht desselben verdarb, und in jede Hoffnungder besseren Menschen, in die Plane eines Mounier, ClermontTonnere, Lolly Tolendal u. a. seine Drachenzähne säete, so daß aufdie Morgenröthe einer glücklichern Zeit ein blutiges Vierteljahrhun-dert voll Jammer und Thränen folgte, heißt Jacobinismus.Er ging nicht wie Robison, und nach ihm Barruel sichund Andere einbildete, aus den geheimen Gesellschaften, son-dern zunächst aus der Ungeduld Aller, die vielfach schmerzlicheKrankheit des Staats schnell geheilt zu sehen, und aus dem hefti-gen, leidenschaftlichen, stolzen, verwegenen Charakter der