Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Jacobiner

der Land - und Seekrieg von außen, dem Charakter einer Nationgeben, die an sich schon scharfsinniger und schneller, zugleich aberauch lebhafter und stürmischer, als jede andere, den Druck und dasBedürfniß des Augenblicks ganz fühlt! Der Franzose hat Verstandgenug, um jedes M'ttcl zu seinem Zwecke leicht zu linden; er besitztaber auch jenen kecken Leichtsinn, der vor keinem Mittel erschrickt.

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dien, sind die höchsten Regeln seiner Politik. Daher folgten Män-ner von mittelmäßigen Talenten, die aber mit festem Willen han-delten, dem Stoße besten, was augenblicklich Roth that, aus blin-der Ueberzeugung. Obne Religion und Liebe mußten sie, von einemFrevel zum andern fortgetrieben, endlich als Ungeheuer endigen.So Robespierre und seine Genossen! Solche Männer oder Teufelgab es aber in jedem verdorbenen Zeitalter, wo äußere Stürme eingroßes Reich erschütterten. Man denke an Catilina Und seine Mit-verichwornen! Die« erklärt aber auch den verschiedenen Geist derWolksschriften, die wahrend der Revolution erschienen, und dieSteigerung der Wünsche und des Tones der jacobinischen Clubb-rcdner. Es war ders!be Kreis des politischen Wahnsinnes, dendie Jacobiner von 178Z bis 1798, und den die Plane Napoleonsvom I. lgni bis zum I. 1814, durchliefen; ein Krieg der stolzen,leidenschaftlich erregten, gewaltigen Willenskraft mit der Vernunft,ein wahrer Litanmkampf mit Zeus, in welchem die Riesen Bergeüber Berge thürmten, oder Unsinn über Unsinn häuften: bis allesmit einem furchtbaren Titanensturw sich endigte. Einige ausgezeich-nete Mitglieder der ersten Nationalversammlung, größtentheilsBretagner und Bürgerliche, sahen bei dem Widerstände der privilc-girten Stande und der Hofpartci die Nothwendigkeit ein, zusam-mernuhalten, und zu den Berathschlagunge» der nächsten Tage durchvorgangigc Ueberlegungen sich vorzubereiten, zu welchen sie sich, schonin Versailles, des Abends bei Einem aus ihrem Mittel versammel-ten. Unter ihnen war auch Gras Mirabeau, der, als die Jaco-biner späterhin ihre konstitutionelle Mäßigung vergaßen, sich vonihnen trennte, ja ihnen entgegenarbeitete. Dasselbe that auch La-fayette. Da aber Heide sahen, daß sie wider den Willen der Jaco-biner in der Nationalversammlung nichts ausrichten würden, sotraten sie in den Jacobinerclubb zurück, um hier auf ihn einzuwir-ken. Indeß starb Mirabeau schon den 2. April 1791. Der mo-narchische Clubb, unter Clcrmont Tonnere, welcher mit nochmehr Entscisioffenheit dem jacobinischen Stolze sich entgegenstellte,wurde vom Pöbel schon den 27. Jan. und den 28. März 1791 bedroht,der endlich die Mitglieder desselben auseinander jagte. Jetzt lernteder Jacobinerclubb seine Hülfstrupven, die nachherigen Pikenmän-ner, kennen. Die Flucht des Königs reizte die Feuerköpfe in dem-selben noch mehr aus; und seit dem Ende des I. 1792 wurden ihreGrundsätze so ausschweifend, daß die, welche vorher Jakobiner ge-heißen hatten, jetzt aus dem Clubb als Königsfreunde oder Ge-mäßigte ausgcstoßen wurden. Dies nannte man eins Reinigung.So wurden selbst Freron, Legendre und andere heftige Jacobineraus dem Verzeichnisse des Clnbbs ausgestrichcn. Aehnliche Zusam-menkünfte hielten andere Mitglieder. Was hier durch die meiste»Stimme» beschlossen war, war dann die gemeine Stimme aller in derNationalversammlung. Die Bretagner gestatteten bald mehrern denZutritt, um desto gewisser ihre vereinte Meinung jedesmal durchzit-