Jacobiner
«xsltäs, die Demokraten und republikanischen Schwindler Anschlös-sen. Hier war der rechte Tummelplatz für die demagogischen Talentedes kühnen Danton; und hier fand das Scheusal Marat, Her-ausgeber des VolksfreunLes seit 1789, für seine verbrecherischeWuth den Glaube», daß der Zweck die Mittel heilige- Hier wurdeder Sansrulottismns in, Sprache und Denkart zum Haffe gegenReligion, Moral, Ordnung und Königthum mit künem Frevel aus-geprägt- Verbrechen waren Verdienste; Rechtschaffenheit und Fröm-migkeit ein Vorwurf. Der ExcapUjiner Chabot, Anacharsis Cloots,Collot d'Herbois u. «. trieben die Unverschämtheit in ihren öffent-lichen Reden aufs höchste. Da die Jacobiner und die mit ihnen ver-bundenen Orleanisten und Vriss otisten, welche an dein Um-stürze des Throns arheiteten, jene für den Herzog von Orleans, dieseum eine Republik zu errichten, in der Nationalversammlung dierechte Seite einnahmen, so setzten sich die Mitglieder der übrigenWolksgesellschaften auf die linke Seite. Keiner fand sich aber in derNationalversammlung ein, um etwa noch zu überlegen, sondern umfür das zu stimmen, was unter ihnen bereits ausgemacht war. Da-her hatte der Jacobiner- und jeder ähnliche Clubb ganz die Formder Nationalversammlung. Man wählte Präsidenten und Sekretäre,bestimmte die Ordnung des Tages, faßte nach.StimmenmedrheikBeschlüsse ab, und räumte den Zuhörern bestimmte Logen oder Tri-bunen ein- So läßt sichs begreifen, daß die Nationalversammlungin der von ihr abgefaßten Constitution solchen Bolksgesellschaftedeine gesetzmäßige Befugniß ertheilen konnte- Von jetzt an ward sieaber auch vorn Jacobjnerclubb völlig tyrannisirt. Die Zuhörer ausden Logen des letzter» füllten nämlich, wenn die Jacobiner derStimmenmehrheit in der Nationalversammlung nicht ganz gewißwaren > die Tribunen des Saales der Boiksreprasentanten an, uNdlärmten in wilder Zügellosigkeit, oft sogar mit lauten Drohungengegen einzelne Mitglieder, allen Meinungen oder Beschlüssen entge-gen , welche mit denen der Jacobiner nicht übereinstimmten. Dieswar vorzüglich in allem der Fall, was den König betraf, gegenden sich die Jacobiner und Cordeliers, besonders seit 179c die gröb-sten Lästerungen erlaubten. Daher verbanden sich auch die demokra-tischen Cordeliers mit der Partei Orleans (s. Philipp Egalitd),diese arbeitete ohne es zu wollen, für den Zweck der Republikaner,indem sie die giftigsten Verläumdungen gegen den König und dieKönigin ausspie, und dabei den niedrigsten Pöbel auf ihrer Seite,zum Theil selbst in ihrem Solde hatte- So kam es, daß sich einBolksauflauf der Abreise des Königs im I. 1791 den iZ. April nachSt. Cloud, wo er die Osterfeierrage zubringen wollte, nüt Gewaltentgegensetzte. Selbst die Rarionalgarde weigerte sich gegen ihre»Commandanten Lafayett«, den König, der schon im Wagen faß,durch die Volksmasse zu geleite». Jene Partei der Königsfeindeward um so mächtiger, als die besonnener» Mit -lieber aus dem Ja-cobinerclubb herausgetreten waren, und die Cordeliers den 21. Junisich wieder mit ihm vereinigt hatten. Doch setzten die letztem ihreVersammlungen bei den Barfüßern fort, um aus ihnen vorbereitetund einig, nach bestimmten Vorsätzen, die Berathschlagungcn imZacobinerclub zu beherrschen. Sie benutzten, seit der verunglücktenFlucht des Königs (den 21. Juni 1791) alles, UM den Volkshaßgegen ihn noch mehr aufzureizen, und forderten laut die AbsetzungLudwigs und die Einrichtung einer Republik- Noch widerstanden die