Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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iy2 Janus Japan

aus einer Straße oder einem Platze in einen andern kam, ein Za-nus. Er war daher auch der Gott des Tages und des Jahrs; ihmwar der erste Tag des Jahrs und von jedem Tage die erste Stün-de , heilig; bei allen feierlichen Opfern machte man mit ihm denAnfang. Romulus bauete ihm den berühmten Tempel, der nachder Verordnung des Ruma bei dem Anfange eines Kriegs aufge-schlossen wurde, so lange der Krieg dauerte, offen blieb und nicht,eher, als bis in allen den Römern unterworfenen Ländern Friede war,wieder geschloffen wurde, tzetztres geschah jedoch in dem langen Zeit-raume von 700 Jahren nur dreimal: das erstemal unter Numä,zum zweitenmale nach dem ersten punischen Kriege, das drittemalnach der Schlacht bei Actium. Die Janustempel unterschieden sichvor andern Tempeln dadurch, daß auf ihren Giebeln das Bild desJanus stand. Räch Barro war der erste Tempel des Janus nichtsweiter als eine Thür, mit dem Bildnisse des Janus. Sie standaus >dem Forum Romanum neben dem Bildnisse des Janus. Zuletztwurde ein Tempel darüber gebaut, der ganz von Erz gewesen seynsoll. Ruma soll am Argileto vor dem carmentali>chen Thore amTheater des Marcellus zwei kleine Tempel dicht neben einander ha-ben aufführen lassen, beiden nur Einen Namen gegeben und sie demJanus gewidmet haben. Nachher mag vielleicht die zwischen bei-den Tempeln befindliche Scheidewand abgebrochen und beide in Einenverwandelt worden seyn, weil der Senat sich in demselben versam-melte, als hie Fabier gegen die Bejenter auszogen. Den drittenTempel baute C. Duilins zwischen der Tiber und dem Theater desMarcellus. Uebrigens hatte Janus in allen den zwölf Quartierenoder Regionen der Stadt einen Altar.

Japan, Japaner. An der Ostspitze von Asien, zwischen1 dem 3 i. und 4g. Gr. nördl. Breite, liegt das japanische Reich,eine gvoße Inselgruppe!, die durch Berge, steile Felsen und ein ge-fährliches Meer fast unzugänglich wird. Sie besteht aus drei gro-ßen Inseln, nämlich: 1) R iphon, (1Z0 Meilen lang aber so schmal,daß ihre Breite in der Mitte nur iS Meilen beträgt) in 4g Provin-zen getheilt, in welchen Miaco, der Sitz des Dairi, oder geist-lichen Kaisers, wo alle Münzen geschlagen und alle Bücher gedrucktwerden. Jedo die ungeheure Residenz des weltlichen Kaisers amFlusse Lonkay, über welchen eine Brücke geht, von der die Entfer-nung aller Orte im Reiche berechnet wird, und Osacca, eine rei-che'Handelsstadt; die merkwürdigsten Städte sind: 2) Ximo oderKiusiu (40 Meilen lang und 25 Meilen breit) aus g Provinzen be-stehend, und 3 ) Xtcoco oder Sikokf(i8 Weil. lang und 10 Meil..breit), das 4 Provinzen enthält. Um diese großen Jnselii liegen un-zählbare kleine, fruchtbare Eilande, und kahle Jnselberge, die ehe-dem wahrscheinlich ,mit dem festen Lande von Asien zusammenhingen,bis sie durch ein Erdbeben von denselben getrennt wurden. DerFlächenraum der gesummten Inseln beträgt 3 ,000 Quadratmeilen.Die Iah! der'Einwohner läßt sich nicht genau bestimmen, die An-gaben schwanken zwischen i 5 und Zv Millionen. Japan ist sehr ge-birgig, ganz wie die gegenüber liegende Küste des festen Landes.Der berühmteste B»rg heißt Fnri; er ist das ganze Jahr mit Schneebedeckt. Auch gibt es viele Buttane. Nur der rege Fleiß der Be-wohner, hat den unfruchtbaren Boden tragbar gemacht. Selbst diesteilsten Berge sind angebaut. Der Ackerbau ist durch die Gesetze desStaatS als Hauxtbeschgftigung vorgeschrieben. Ziegen und Schafe