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Fünfter Band. Von I bis L.
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Japan iyz

sind aus Japan verbannt. Jene halt man der Kultur für nachthei-lig. Baumwolle und Seide ersetzen die Wolle. Schweine giebt es,nur in der Gegend von Nangasaki, Ueberhaupt findet man wenigvierfüßige Thiere in Japan, dagegen aber Hunde in Ueberfl.iß. DieLaune eines Beherrschers, der diese Thiere liebte, hat die Zucht der-selben durch ein Staatsgesetz angeordnet. Man pflegt sie auf öffent-liche Kosten. Es ist ungewiß, ob die Alten etwas von Japan ge-wußt haben. Erst zu Ende des igten Jahrhunderts kamen durchden berühmten Reisenden Marc» Polo die ersten Nachrichten vonJapan-, das er Aipangu nannte, nach Europa. Im Jahre ,Sk-alier wurden Z portugiesische Schiffe, die von Siam nach Sinn rei-scten, durch einen Sturm an die japanische Käste verschlagen, aberauch ohne diesen Zufall würde dem unternehmenden Handelsvolkedas Jnselrcich schwerlich unbekannt geblieben seyn, von welchem seineSeefahrer schon in Sina Nachrichten eingesammelt hatten. Es wardsogleich eine Niederlassung auf der neuentdeckten Küste angelegt undder Jesuit Franz Xaver ging von Indien nach Japan, um denchristlichen Glauben auszubreiten. Die Portugiesen hatten im gan-zen Reiche freien Zutritt und Handel, besonders auf der Insel Ximo.Eine ihrer Hauptniederlassungen war auf Firando. Das Christen-thum breitete sich sehr aus, obgleich die einheimischen Priester dem-selben entgegen wirkten, da ihr Ansehn dadurch litt. Die weltlichenHerrscher aber, besonders die kleinen Fürsten, welche unter denOberhoheit des Kaisers einzelne Lanoestheile besaßen, unterstütztenden neuen Glauben und dessen Verkündiger. Um das I. 1618 warsäst die Hälfte des Reichs christlich, selbst viele kleine Landesfürsten.Ungefähr 5 o Jahre hatten die Portugiesen und die Jesuiten alsKaufleute und Glaubensprcdiger das ganze Reich ungehindert durch-zogen, als mehrere Umstände ihrem Einflüsse ein Ende machten.Eine Revolution raubte (1686) dem japanischen Kaiser alle weltlicheMacht, die der erste Staatsdiener, der K u b o, an sich riß, derihn nun zu einem bloßen Hohenpriester herabsetzte. Jejas, der Nach-folger des ersten Gewaltraubers, machte (1617) die Oberherrschaftin seiner Familie erblich. Die beiden neuen Herrscher'waren Feindeder Portugiesen und dex Missionare, da ihnen die enge Verbin-dung der neuen Glaubenspartei und der Einfluß der Jesuiten, welchesich in die politischen Angelegenheiten mischten und sich gegen dieneue Ordnung der Dinge erklärt hatten, gefährlich schienen. DasBetragen der angesiedelten Portugiesen war überhaupt im höchstemGrade unvorsichtig und zügellos. Die Gesandten Portugalls verrie-then einen unleidlichen Stolz, welcher gegen die geschmeidige Unter-würfigkeit der Holländer, die seit i6ri gegen die Versicherung, dasssie von einem andern Glauben als die Jesuiten wären, freien Han-del mit allen Häfen des Reiches erlangt hatten, sehr abstach. Nacheinzelnen Verfolgungen wurden endlich im I. 16Z7 alle Portugiesenmit ihren Missionären aus ewig aus dem Reiche verbannt, gegendie Christen blutige Strafen verhängt, und die Häfen des Reichsallen fremden Völkern, außer den Holländern, verschlossen. DieseVerfolgung gegen den katholischen Glauben ward 4a Jahrs langfortgesetzt, mehrere Millionen Menschen wurden geopfert, und al-lein die letzte Belagerung eines christlichen Ortes kostete 37,00aMenschen das Leben. Im Jahr 166S wurden in allen Städten desReichs Jnquisirionsgerichte niedergesetzt, welche bei jeder Familie,za bei jedem Einzelnen über den Glauben wachen und ihre Untersu-Son». L«x. (N. Anst.) V. 1Z