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chungen jährlich zu unbestimmten Zeiten erneuern sollten. Die Hol.Länder, welche nicht wenig zu jener Katastrophe beitrugen, tratenin die Stelle der,Portugiesen. Sie und die Sinesen waren vonnun an die einzigen Völker, deren Schiffen der Zugang nach Japangestattet ward, aber beide mußten sich die härtesten Bedingungengefallen lassen. Die Sinesen dürfen nur für 600,000 Thaler Waa<ren ausführen, die Holländer nur für Zoo,000 und diese sind, seitdem Jahr 16Z4, wo sie Anlaß zu Argwohn gegeben hatten, dabei soeingeschränkt, daß sie nur auf der Insel Desima, die durch eineBrücke mit der Stadt Nangasaki zusammenhängt, landen kön-nen. Auf dieser Insel, wo ihre Waarenlager sich befanden, lebtenungefähr -5 Holländer, welche den Handel betrieben, in der engstenGefangenschaft, und ohne Begleiter, Aufseher und Dollmctscherdurften sie die Stadt nicht betreten. Ungeachtet dieser Beschränkun-gen und Erpressungen, welche sich die Holländer durch Abzügevon den bedungenen Waarenpreisen, durch willkührliche Erhöhungdes Münzfußes bei Rückzahlungen, gefallen lassen mußten, scheintder Handel mit Japan gcwinnvoll gewesen zu seyn, da die Hollän-der bis auf die neuesten Zeiten fortgefahren haben, jährlich - Schiffevon Batavia, und zwar große Dreidecker, meist aus Seeland, dahinzu senden. In der Mitte des igten Jahrhunderts rechnete man denGewinn von dem japanischen Handel jährlich zu 4 bis Zoo,000 Gul-den, ohne den Ertrag des Vertriebs der Waaren in Indien undEuropa und ohne den Gewinn der Privatleute, der wenigstens auf» 5 o,ooo Gulden geschätzt ward, wovon die Hälfte dem Rathe zuBatavia zufiel. Die Engländer hatten schon im i?ten Jahrhunderte«in« Niederlassung auf Firando angelegt, und bedeutende Handels-vortheile erlangt, aber dieser Handel ging bald wieder verloren,wahrscheinlich weil die Japaner durch die listigen Holländer erfuh-ren, daß der König von England eine portugiesische Prinzessinzur Gemahlin hatte. In den neuesten Zeiten sind alle Vorschläge zurWiederanknüpfung des Handels mit Japan verworfen worden, dasich ergab, daß keine Aussicht zum Gewinn dabei sey, weil die Rück-ladungen fast ganz allein aus Kupfer und Kampher bestehen könn-ten , und der Handel mit dem japanischen Kupfer die Ausfuhr desenglischen nach Indien hindern würde. Auch die Russen haben neuer-lich versucht, eine unmittelbare Handelsverbindung mit Japan anzu-knüpfen, aber ohne Erfolg. — Die Japaner sind eine ähnliche Mi-schung des malayischen und mongolischen Volksstamw.es wie die Sim-sen, von welchen sie höchst wahrscheinlich ihre Kultur erhalten haben.Japanische Kunst, Zeitrechnung, Arzeneikunde und Astrologie sindrein sinesisch. Die jetzigen Bewohner stammen entweder aus Sinaoder aus Corea, oder aus beiden zugleich, aber durch stürmische Wo-gen von der übrigen Welt getrennt, sich selbst überlassen und befreitvon spätern Einfällen der Nachbarn, bildeten sie sich zu einem ori-ginellen selbstständigen Volke. Ihre Sprache deutet keineswegs auffremden Ursprung. Sie hat nur sehr wenige sinesische Wörterund keine Aehnlichkeit weder mit dem Mantschu, noch mit dem Ku-rilischen- Die japanischen Wörter sind nicht einsylbig wie die sinest-schen. Conjugationen und Syntax sind ganz eigenthümlich. Sie sinddie gesittetste und gebildetste Nation in Asien, ein edles stolze«Volk, witzig, verständig, bildsam und gelehrig. Wissenschaften undKünste schätzen sie selbst an andern Völkern, welche sie sonst theilswegen ihrer schlechten Aufführung, theil« wegen der schimpflichen