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aus Sachsen mitnahm und nun hinter die Oder retirirte, um dortsich wieder zu bilden und mit den langsam heranziehenden - ussenzu vereinigen, waren die nächsten Holzen dieser unglücklichen Schlacht,in welcher Preußen Ehre und .Vuhm verlor, um nach sieben trau-rigen Jahren beides um so glänzender wieder zu gewinnen, t.
Jenner, Eduard, Arzt zu Barkley in der Grafschaft Elou-cestershire in England, der Erfinder und Verbreiter der Kuhpocken-impsung. Er beschäftigte sich mit Untersuchungen über die Kuh-pocken, und gab 175,3 die erste Schrift darüber in London heraus,welche durch Ballhorns UeberseHunq 1799 auch in Deutschland be-kannt wurde. Jenner hatte vielen Personen, welche theils vormehreren Jahren, theils erst kurz vorher die Kuh ocken ausgestan-den hatten, die Kinderblaltern einzuimpfen versucht, ohne daß sieselbige bekamen. Um von der Wirksamkeit der Blattermaterie vonden Kinderblattern überzeugt zu seyn, impfte er auch andere »er-füllen, welche weder Kuhpocken noch Kinderblattern schon gehabt hat-ten , die nämliche Materie ein, und sie bekamen auch richtig dieKinderblattern. Auch hatte er vielen Personen die Kuhpocken ein-geimpft, um an den Menschen den Verlauf derselben genau zu be-obachten. Wurde diesen nachher von der Materie der Kinderblat-tern eingeimpft, so bekamen sie letztere Krankheit nicht. Von die-sen fortgesetzten Versuchen gab Jenner 1799 in einer zweiten SchriftNachricht. Die Zahl derer, die er impfte, vermehrte sich in kurzer Zeitsosehr, daß er bald an 6o»o derselben zählte, von denen keinervon denKinderblaltern angesteckt wurde. Er machte auf die Vortheile derEinimpfung der Kuhpoälen, auf die Gefahrlosigkeit der dadurchentstandenen Krankheit, ihre Gelindigkeit, ihre Eigenschaft, sichunter den Menschen nicht weiter durch Ansteckung zu verbreiten,und aus die Sicherung eines jeden, der sie ausgestanden hat, gegendie Ansteckung ron den Lewöhnlichen Kinderblattern, durch dieseSchriften aufmerksam. Er machte aber auch bei seinen vielfältigenVersuchen bald die Erfahrung, daß es auch falsche Kuhpocken gä-be, deren Gestalt und Verlauf von dem der achten abweiche, undwelche die Vortheile der ächten, vorzüglich der Sicherstcllung vor denKinderblattern nicht gewährten. Er suchte daher die Unterschei-dungszeichen der ächten und falschen Kuhpocken genau zu bestimmen.In einer 1800 von ihm herausgegebenen dritten Schrift üvcr dirKuhpocken bestätigte er mit eigenen und anderer Aerzte Beobach-tungen die gekühmten Vorzüge der Impfung der Kuhpocken. Vonder großen Anzahl der Geimpften waren mehr als Zvoo mit Ma-terie von Kinderblattern ohne Erfolg geimpft worden. Frühzeitigverbanden sich mit Jenner mehrere Aerzte zu wettern Versuchen undImpfungen. Besonders zeichneten sich Woodwille und Marsh-ill,Jenners Freunde, Pearson, und einige andere aus. Durch die aus-gebreitetste Corrcspsndenz, nicht nur nach Deutschland, sondernnach ganz Europa, ja auch in dre andern Wcttrheile, besondersnach Amerika, verbreitete Jenner seine Erfindung in unglaublichschneller Zeit. In London selbst wurde schon 1799 eine öffentlicheJmpfanstalt errichtet, welches an Mehrern Orten Nachahmungfand. Jenners großes Verdienst wurde auch all.nthalben, beson-ders in England, gehörig geschätzt; unter mehrern andern Ehren-bezeigungen, die ihm widerfuhren, bekam er auch im I. i 3 op vondem Gemeinder'ath der Stadt London das Bürgerrecht in einer gol-denen Kapsel, welche auf 60» Pfund Sterling geschätzt wirb, zum