Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Jenner Jeremias soy

Geschenk. Er erhielt außerdem eine goldne Medaille, und das Par-lament verwilligtc ihm zweimal eine Belohnung von 12,00» PfundEterl. Man versichert aber auch, daß seine Korrespondenz alleinihn mehrere i»vo Pfd. gekostet habe. Es wurde eine Gesellschaftzur Beförderung der Ausbreitung der Kuhpocken in ganz Großbri-tannien gestiftet, die den Ramen königlich-jennersche Societät füh-ren durste, und für deren Patron sich der König selbst, und alsPatronin die Königin, erklärte, an welcher der Prinz und die Prin-zessin von Wallis, so wie auch mehrere Herzöge und andere Großedes. Reichs Antheil nahmen. (Das Weitere s. in dem Art. Kuh-pocken). kk.

Jenny-Maschinen heißen die berühmten Maschinen, wel-che Baumwolle spinnen und gegen das I. 1776 von Richard Ark-wright erfunden worden sind. Als dieser ein Patent auf seine Er-findung nahm, nannte er sie nach seiner Frau Ienny^M aschin«und späterhin, nachdem er dieselbe noch verbessert hatte, Jenny-Mule (Bastard-Jenny) von Muls, Maulthier. Diese künst-liche Erfindung, Baumwolle zu spinnen, besteht aus vier .Maschi-nen, der Kratzmaschine (tlnräiug milk), welche die Wolle reinigtund ihr die Form eines Tuchs giebt; der Streichmaschine (vru-«iug niiU), welche die Reinigung der Wolle vollendet, und diesein eine wurstartige Form bringt; der Vorspinnmaschine (öorvinArnill), auf welche die Wolle, nachdem sie vorher in der Laternenoch mehr verdünnt und auch erwas gedreht worden ist, aufgespultund solcher Gestalt zum Spinnen fertig gemacht wird, und der ei-gentlichen Spinn-Maschine, einer aus vielen Spindeln be-stehenden Vorrichtung, auf welcher, vermittelst eines bewunderns-würdigen Mechanismus, welchen nur wenige Hände zu leiten brau-chen, die Wolle alsdann zu Garn gesponnen wird. Diese Spinn-maschine ist eigentlich wieder gedoppelter Art: die eine liefert dasGarn (Trvisi.), und die andere das Einschlaggarn (VVokr). Letzteresoll eigentlich nur den Ramen Jenny-Maschine führen. Die Bewe-gung aller dieser Maschinen geschieht entweder durch ein greßeSWasserrad, oder auch durch eine Dampfmaschine.

Jeremias, der zweite unter den großen Propheten des al-ten Testaments, aus einem edlen jüdischen Priestergeschlechte, er-füllte in der traurigsten Periode des Reiches Juda unter den letz-ten vier Königen desselben bis zum babylonischen Exil, also üben40 Jahre lang, den prophetischen Beruf mit anhaltender Geduldund Treue. Aber vergeblich erschöpfte er sich in Lehren, Bitten undWarnungen, das entartete Volk zur Gottesfurcht und Ergebungin sein Schicksal zu bewegen; ein beständiger Druck, unter dem ernur seufzen konnte, Mißhandlungen, Kerker und Todesgefahren sindsein Lohn. Nach der Zerstörung Jerusalems ehrte ihn jedoch Ne-bukadnezar, da alles Volk in die Gefangenschaft abgeführt wurde,als den edelsten seiner Ration, durch die Erlaubniß, sich seinenAufenthalt selbst wählen zu dürfen. Der alte Prophet blieb beiden Trümmern der heiligen Stadt, und fuhr fort, die noch zurück-gebliebenen Juden durch Rath und Lehre zu leiten, und als sieendlich, den Bedrückungen der Starthalter zu entgehen, nach Ae-^)ptcn flohen, begleitete er sie, und starb in Aegypten hochbetagt.Schon unter der Regierung Jojakims hatte er angefangen, seineLehren und Brakel von seinem Schreiber Baruch auszeichnen zulassen. Sie sind, so weit wir sie im Kanon des A- T. besitzen,

rex. (N. Anst.) v,