siL Jerusalem Jefaias
nehmsten Wahrheiten der Religion; Brschweig, 178Z, denen 17Bebendaselbst ein zweiter Theil folgte.
Jerusalem (hebr. Erscheinung des Friedens) die Hauptstadtin Judäa, jetzt zum türkischen Paschalik Damast gehörig , erinnertin ihrer gegenwärtigen Gestalt nur durch Ruinen an ihre vorma-lige Pracht und Größe. Die Gegend umher hat mit ihren kahlenKreidefelsen und Sandbergen, die über unangebautcn, steinigten Tha-lern hervorragen, ein ödes, trauriges Arisch»; da ist kein Gras,kein Getreidefeld, kaum hier und da eine einsame Ceder. Darlängliche Viereck, das die mit festen Thürmen bewehrte» Ring-mauern bilden, umschließt noch die vier Hügel Zion, Bezetha, Mo-ria und Acra, auf denen das alte Jerusalem gcbaucr war. Dierrcmoo Einwohner Türken, Christen und Juden, leben fast nur vomRufe der Heiligkeit dieser Stadt, jedoch wird der Erwerb durchdie Seltenheit frommer Pilgerschaften und Spenden immer spär-licher, und der türkische Druck läßt keinen Wohlstand aufkommen.Die Denkmäler, welche der heiligen Stadt ein welthistorisches In-teresse geben, theilt Chateaubriand mit Recht in 6 Klassenein,die zugleich die verschiedenen Epochen ihrer Geschichte bezeichnen:r) die althebräischen, 2) die griechischen und römischen vor Christo,3 ) die römischen und byzantinisch-griechischen aus den ersten Jahr-hunderten des Christenthums, wo Jerusalem Kelin cspirolinahieß, 4) die arabischen und maurischen, 5 - die gothischen aus derZeit des durch die Kreuzzüge gestifteten fränkischen Königreichs Je-rusalem, und 6) die türkischen. Leben und Bedeutung kann dieSchilderung dieser Denkmäler aber nur im Zusammenhange mit de»Geschichte des Landes haben, daher wir in Rücksicht derselben, umuns nicht zu wiederholen, auf den Art. Palästina verweisen.Die Araber nennen Jerusalem jetzt noch el-Cods, d. h. die Heilige,die Juden ehren es als den Mittelpunkt ihrer Heimath und denSitz ihrer alten Größe, und die Christen werden es nie vergessen,daß hier der Schauplatz der bedeutendsten Auftritte aus dem LebenJesu, die Stätte seines Leidens und Sterbens, sein Grab und dieWiege ihrer Religion ist. Sie haben sich nach Anleitung gewisserBilder des neuen Testaments diese Stadt Gottes als den ewigenWersammlungsort aller Gläubigen idealisirt, und hoffen sich einstim himmlischen Jerusalem mit Jesu und seiner vollendetenGemeinde zusammen zu finden. Die Erwartung des Chittasmusvon der Wiederkunft Christi zur Gründung eines neuen göttlichenReiches in Jerusalem, zieht diese schöne Idee schon sehr zur irdi-schen Wirklichkeit herab, und in ähnlichem Glauben stiftete Swe-denborg gar eine Kirche des neuen Jerusalem, die ihrenWereinigungspunkt in der unbekannten Mitte von Afrika sucht.Hier soll nach der Ueberlieferung des neuen Jerusalem, ein Reich,in dem frühzeitig geflüchtete Christen das Urchristenthum rein be-wahrt haben, existiren. Man hat jedoch von diesen Christen in derMitte von Afrika auf Handelswegen über 'Aegypten nur so viel er-fahren, daß sie Monophysiten, dem finstersten Aberglauben ergeben,dabei aber wirklich den Gebräuchen des apostolischen Christenthumstreu geblieben sind. Ueber die Kirche des neuen Jerusalem s. d.Art. Swedenborg. dl.
Jesaias wirkte unter der Regierung der Könige von UsiaSbis Hiskias in Juda wenigstens 47 Jahre, als Demagog undPre-phet. Won seinen Lebensumstägden ist nichts gewisses bekannt, «ls