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Fünfter Band. Von I bis L.
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22ch Johann Adolph

hann Adolph nach Sachsen zurück und wurde darauf zum Befehls-haber der Leibgarde ernannt. Im folgenden Jahre wurde er zumBefehlshaber der Hülfstrnppen ernannt, welche der König von Po-len Carl VI. versprochen hatte, und welche aus 6000 Mann bestan-den. Ber dieser Gelegenheit ward er vom Kaiser zum Feldmar-schalllieutenant erhoben. Nachdem nun aber der Friede zu Peffa-rowttz (21. Jul. 171g) geschlossen und dadurch die Ruhe in ganzEuropa wiederhergestellt war, nahm auch Johann Adolph seinenAbschied und verheirathete sich mit Johanne Antoinette, Prinzessinzu Sachsen-Eisenach. August II. starb im I. lyZo zu Warschau,und Johann Adolph erhielt den Auftrag, zwei Corps Sachsen nachPolen zu führen, welche die Wahl Augustdes III. unterstützen sollten.Ob nun gleich diese Wahl glücklich von Statten ging; so erhobensich dennoch einige Mißvergnügte wider dieselbe und es entstandenneue Unruhen in Polen. Adolph, der unter dieser Zeit zum Gene-ral erhoben war, wurde gegen sie commandirt. Nachdem er dieRebellen mit vielem Glücke zurückgetrieben hatte, ward er befeh-ligt , mit einem großen Theile der Armee nach Danzig aufzubre-chen, welche Festung bereits von den russischen Truppen belagertwurde. Erließ die Laufgraben so glücklich eröffnen, daß die Stadtsich bald ergab. Durch Danzigs Falk wurden nun die meisten Un-ruhen in Polen gestillt und Ordnung und Ruhe wieder hergestellt.Adolph ging nun wieder nach Sachsen zurück und vermählte sich, daseine erste Gemahlin unter der Zeit gestorben war, zum zweitenMale mit Friederike, einer herzoglich gothaischen Prinzessin, wel-che ihm drei Prinzen und eine Prinzessin gebahr, welche aber spä-terhin sämmtlich starben, so, daß die weißenfelsische Linie mit Jo-hann Adolph erlosch und an das jetzige Sachsen wieder zurückfiel.Nachdem jetzt in Polen neue Unruhen ausgebrochen und die daselbststehenden sächsischen Truppen sogar gezwungen gewesen waren, sichden aufrührerischen Polen zu ergeben; so erhielt Johann AdolphBefehl, dahin aufzubrechen. Es gelang ihm, die Aufrührergänzlich zu zerstreuen und die Ruhe in Polen wieder herzu-stellen. Zur Belohnung dafür ward er mit dem Heinrici-Militair-orden geschmückt und zum Generalfeldmarschall der ganzen sächsi-schen Armee erhoben. Da jetzt für August III. keine Feinde mehrzu bekämpfen waren; so eilte er im I. 17Z6 nach Dann zu-rück. -Hier starb in demselben Jahre der Herzog Christian, AdolphsBruder, ohne Nachfolger, und dadurch siel die Regierung auf Jo-hann Adolph, als den einzigen, noch lebenden Bruder. Bei dzmTode des Herzogs Christian befanden sich die sämmtlichen weiffen-sclsischen Lander in der traurigsten Verfassung: Schulden hattensich auf Schulden gehäuft und das Land seufzte unter dem härte-sten Drucke. Diese Lage erfordert^ die ganze Aufmerksamkeit desneuen Fürsten. Sie war es, die ihn bewog, die chursachsischenDienste, doch mit Beibehaltung des Feldmarschalls-Charakrers zuverlassen und sich ganz der Regierung seines Landes zu widmen.In diesem lobenswürdigen Unternehmen ward er durch den glück-lichen Umstand unterstützt, daß 1759 nach dem Absterben seines Vet-ters , Georg Albrechts, zu Barby, diese Grafschaft ihm zu-fiel und seine Nevenüen vermehrte, wodurch er sich in den Standgesetzt sah, die große .chuldenlast, die das Land zu Boden drückte,nach und nach gänzlich zu tilgen. So war die Lage der Dinge be-schaffen, als im I. 1740 der erste schlesische Krieg ausbrach, uiw