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Fünfter Band. Von I bis L.
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226 Johann (Bapt. Jos.) Johann Sobkeskr

wen Johanneum führt. Im I. 180S kommanbirte er in Tyrol undmachte einen meisterhaften Rückzug zu seinem Bruder, dem Erz-herzog Carl, an den er sich anschloß. Im I. 180g kommandirte erdie Armee in Italien, rückte glücklich vor, mußte aber nach demUnglücklichen Ausgang der ersten Schlachten in Deutschland, sichwieder zurückziehen und ging durch Steyermark nach Ungarn, wo«r mit seinem Corps an der Schlacht bei Raab Theil nahm, undsich dann in der Gegend von Preßburg aufstellte. Nach erfolgt«»Frieden ging er nach Wien. Seit 1806 ist er Chef des Geniede-xartements.

Johann Sobieski, König von Polen, und daselbst im Z.absg geboren, war einer der größten Krieger des i^ten Jahrhun-derts. Sein Vater, Jacob Sobieski, durch Tugend und kriegeri-schen Muth gleich achtungswürdig, war sorgfältig darauf bedacht,wie er diese Eigenschaften auch auf seine beiden Söhne, Marcusund Johann übertragen könnte., So eben kehrten diese von ihrenMeisen zurück, als die Polen bei Pilawiecz in die Flucht geschla-gen wurden. Dadurch ward ihr Muth erregt: Marcus fiel in ei-nem zweiten Treffen an dem Ufer des Bog; aber unser Johann,glücklicher als sein Bruder, ward zum Obermarschall und Oberge-neral des Königreichs ernannt. Voll Muth und Tapferkeit setzteer sich, gleich den gemeinsten seiner Soldaten, den größten Gefah-ren aus und pflegte denjenigen, die ihn beschworen, seine Personzu schonen, gewöhnlich zu antworten : ,, Ihr würdet mich verach-ten, wenn ich Eurem Rathe folgte." Diese wenigen Worte mögeneinen Beweis von dem Werthe geben, den er auf seinen Ruhmund auf die Achtung anderer setzte. So wurde er der Schreckender Lartaren undCosacken, über welche beide erunaufyörlich siegte.Am ii. Rov. 167z gewann er die berühmte Schlacht bei Choczimgegen die Türken, welche daselbst 28,000 Mann verloren; er selbstwurde im folgenden Jahre zum Kön g von Polen erwählt. Alsa 683 die Türken Wien belagert hatten, marschirte er mit einerglänzenden Cavallerie, aber mit einer schlecht equipirten Infante-rie, gegen sie. Um aber den Übeln Zustand letzterer zu verbergen,ricth man ihm, ein Infanterieregiment, welches insbesondere schlechtgekleidet war, bei Nachtzeit über den Fluß setzen zu lassen, damitderZustand desselben aus diese Weise dem Blicke der Zuschauer entzogenwürde. Sobieski war anderer Meinung: als sich das Regiment auf derBrücke befand, sagte er zu den Nachstehenden: „Seht! Sie wer-den unüberwindlich seyn, denn sie haben geschworen., nie eine an-dere Kleidung, als die der Feinde zu tragen. Im letzten Kriegewaren sie alle türkisch gekleidet." Bei seiner Ankunft bemächtigte«r sich der vortheilhafresten Posten, erstieg eine Anhöhe, unter-suchte, wie sich der Großvezier verschanzt hatte, und sagte zu den-jenigen, die ihn umgaben : ,, Er hat eine üble Stellung gewählt.Ich kenne ihn: er ist unwissend und doch eingenommen von seinenTalenten. Wir werden keine Ehre von diesem Siege haben." So-bieski halte die Wahrheit gesagt. Am folgenden Tage verließendie Türken vollSchrecken ihr Lager und in demselben sogar die ge-heiligte Fahne Muhameds, welche der Sieger mit einem Briefean den Papst sandte, worin diese Worte vorkommen: „Ich bingekommen, ich habe gesehen und Gott hat gesiegt." Am folgendenTage der Schlacht, am i 5 . Scpt., ließ er in der Cathedralkirchedas „Herr Gott, dich loben wir" singen und stimmte es selbst an-