Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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sz6 Johnson (Samuel)

fiel, war ss heftig, baß er dem Wahnsinne nahe zu seyn glaubte.Er ward zwar wieder hergestellt, genas aber' nie ganz von dieserKrankheit. Nachdem er bereits i/Zi, wegen Dürftigkeit, die Uni-versitat wiederum verlassen, und während einer kurzen Zeit dieStelle eines Unterlehrers an der Schule zu Market-Bosworth inLeicestershire bekleidet hatte, ließ er sich in Birmingham nieder, woer sich mit Arbeiten für Buchhändler das Leben zu fristen suchte.Er wollte darauf eine Erzi^hungs-Anstalt errichten, erhielt abernur drei Schüler, und unter diesen den nachmals so berühmt gewor-denen Garrick. Diesen begleitete er auch nachmals nach London, woer sich abermals blos von dem Erwerbe seiner litterarischen Arbeitenzu ernähren suchte. Hier machte er mit dem, unglücklichen Savage(s. d. Art.), dessen Leben er nachmals so meisterhaft beschrieben hat,Bekanntschaft.. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, wo Johnsoneine bedeutende Stufe zu seiner künftigen Größe ersteigen sollte.Er gab nämlich im Jahre 17Z8 seine berühmte Saryre London,eins Nachahmung der dritten juvenalschen Satyrs, in den Druck,in welcher er mit Witz und unnachahmlicher Laune die Thorheitender Hauptstadt schildert. Sie ward in einer Woche zweimal aufge-legt , und brachte dem Verleger reichliche» Gewinn, und dem Ver-fasser Berühmtheit. Selbst Pope ward durch diese Gatyre so an-gezogen, daß er die persönliche Bekanntschaft des Dichters zu machensuchte. Auf dieses Werkchen folgten seine Debatten des Se-nats zu Groß-Liliput, welches eigentlich commentirte Aus-züge aus den Reden der berühmtesten Parlamentsglieder der dama-ligen Zeit sind, und, von Johnson selbst nur bis 274.3 aufgesetzt,nachher aber von Hawkeswort bis 1770 fortgeführt worden sind.Zm Jahre 1789 erschien von ihm : ll. comp1<-,-d Viiräicativu okrlle Inoensers ok r!ik> LtKAS kronr tl>8 rnslioioiis sull soanäL-lous aspersions ok Illlr. Ilroolle, anillor ok 6ustavus Vasa, einironischer Angriff auf den Lord Kammerherrn, welcher Brooke'sTrauerspiel, Gustav Basa, zu verbieten für gut befunden hatte;desgleichen IVlarinor I^orkolcienss, or an kiiss »7 ori sn Lnoiontproolietiosl insoriptian in rnoirllislr rd^ine, lytelz- äisoovereä

near lH-iins in blorkoüc dz- 1'rodirs Krttsumious, eine Mchkistpolitischen Inhalts, die ihm einen Verhaftsbefehl zuzog, dem eraber durch die Flucht zuvorzukommen wußte. Im Jahre 1744 er-chien darauf sein bereits erwähntes Inka ok kk-ollsrä Lavagm, sei-nes Freunde«, eine meisterhafte Biographie; und ein,Jahr spaterseine ü'liscellsiieoiis Observations orr riis Tra^o-k^ ok iVlacdetii,wirk kkeniarirs 011 Lir Dllomas kkanmer's biciitio» ok Liisllos-psors, welche zugleich Vorschläge zu einer neuen Ausgabe diesessSchriststellers enthielten. I. I. 1747 machte er darauf seinen Planzu einem Wörterbuchs der englischen Sprache bekannt, der die Auf-merksamkeit des Publikums in einem hohen Grade auf sich zog.Der Buchhändler Robert Dodsley, der sich mit einigen andern Buch-händlern zu diesem Unternehmen vereinigt hatte, übernahm den Ver-lag, und schloß mit Johnson für ein Honorar von 1S7Z Pfund deaContract ab. Während sich Johnson mit diesem riesenhaften Werkebeschäftigte, arbeitete er noch andere Werfe aus, die zu den Zier-den der englischen Literatur zu zählen sind. Dahin gehört das Sei-tenstück zu deinem Gedichte London, all« Vantt^ ok ttomsn n-wlle-,welche 174g erschien, und eine Nachbildung der zehnten Satyre Zu-venal's ist. In demselben Jahre'ward auch sein Trauerspiel Ire-