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Fünfter Band. Von I bis L.
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garde und 1791 zum Commandanten des zweiten Bataillons Haute-Bienne ernannt, welches er darauf zur Nordarmee führte. Im I.1793 ward er zum Brigadegeneral, und zwei Monate darauf auchzum Divisionsgeneralc ernannt. Er gewann im Juni 1794 die be-rühmte Schlacht bei Flcrus, und wurde dadurch Herr von den Nie-derlanden. Nachdem Pichegrü das Commando bei der Rheinarmeeausgegeben hatte, kam er an seine Stelle und unternahm im Som-mer 1796 den berühmten Ucbcrfall am rechten Rheinufer, wodurcher sich in den Besitz der meisten Herrschaften des fränkischen Kreisessetzte und his Böhmen vorzudringen drohte. Dieses Unternehmenwurde bekanntlich durch, die Tapferkeit der österreichischen Armee, wel-che der Erzherzog Carl anführte, vereitelt und Jourdan zu einemRückzüge genöthigt, welcher für ihn selbst die üble Folge hatte, daßer abgesetzt wurde und Bournonville an seiner Stelle das Comman-do übernehmen mußte. Jourdan besaß das volle Zutrauen seinerSoldaten, und war im Siege eben so bescheiden, als standhaft imMißgeschick. Die gänzliche Jndisciplin, welche bei seiner Armee cin-gerisscn war, veranlaßte die Gräuelthaten, welche diesen Rückzugder Franken bezeichneten; und Jourdan vermochte es nicht, die Be-drängten durch sein Ansetzn vor der Wuth der Soldaten zu schützen.Er rechtfertigte in Paris sein Betragen, trat vom Kriegsschauplatzeab und kehrte nach Limoges, seiner Vaterstadt, in den Privatflandzurück. Im März 1797 wurde -w von dem Departement von Haut-Wienne zum Mitgliede des Raths der Fünfhundert gewählt und beiseinem Eintritt« mit lautem Beifalle empfangen. Unveränderlichfest hielt er an der Republik; zweimal wurde er zum Präsidentendes Raths der Fünfhundert erwählt und machte sich auch als sol-cher um die Republik hoch verdient. Er war es, der das berühmteGesetz der Eonscription in Borschlag brachte. Hierauf ward erdurch ein Decret des Direktoriums zum Befehlshaber der mainzerArmee ernannt, welche sich nach dem Oberrhein hinziehen sollte.Jourdan ging am 1. März 1799 über den Rhein, drang in Schwa-ben ein, griff den Erzherzog Carl an, wurde aber am 2Z. Märzbei Stockach geschlagen und mußte sich zurückziehen. Am io. Aprilward er darauf durch Maffena abgelöst. Jourdan, welchem dasDirektorium die verschiedenen Unfälle, durch welche Frankreich imI. 1799 in eine ziemlich mißliche Lage versetzt wurde, zur Last le-gen wollte, kam selbst nach Paris, um sich seinerseits über das Di-rektorium zu beschweren: er bewirkte damit zwar freilich nicht viel,ward aber doch wieder zum Mitgliede des Raths der Fünfhunderterwählt. Nach der großen Revolution des r8- Brumaire (9. Nov.),(der er sich widersetzte, weswegen man ihn nicht allein von dem ge-setzgebenden Körper ausschloß, sondern sogar zur Arrestationverurtheilte,) ward er im Juli 1800 zu diplomatischen Geschäftenin Piemont, 1802 als Staalsrath und in der Folge, i8o3, wiederals Chef zur italiänischen Armee berufen, wo er dann, im folgendenJahre zum Reichsmarschall ernannt, dem Staate sich aufs neuedurch seine eifrigen Dienste wichtig machte. Im I. 1806 ward erunter König Joseph Lbergeneral im Königreiche Neapel und ginga8k>8 nach Spanien ab, wo er als Majorgencral diente und demKönig Joseph zur Seite gegeben war, dann aber, nachdem er ge-gen Ende des I. i8r? die berühmte Schlacht bei Vittoria gegenWellington verloren hatte, von Soult abgelöst wurde und sich