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Fünfter Band. Von I bis L.
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thümer in Jerusalem an, wie sie zu Salomv's Zeiten daselbst nichtgesehen worden waren. Daher fehlte es dieser Ration nicht anMitteln, die macedonischcn Eroberer zu besänftigen und ob sie gleichim Sturze der persischen Monarchie Alexander dem Kroßen zufielund in den Strudel der Kriege seiner Feldherrn um die Oberherr-schaft verwickelt wurde, blieb ihr Schicksal doch immer erträglichgenug, Ptolemäus von Acgyptcn, der Z20 v. Ehr. von PalästinaBesitz nahm, schonte ihre Sonderbarkeit und gab der jüdischen Eo-lonie, die er nach seiner Hauptstadt Alerandria zur Belebung desHandels hinüberführte, Vorrechte vor den Eingeborncn. Um soübler bedachten sich die Juden, da sie sich in einem Kriege zwischenden ägyptischen und syrischen Königen 197 v. Ehr. auf die Seiteder letzteren schlugen. Denn die syrischen Selencidcn b. trachtetenihre Reichthümer bald als gute Beute und nachdem Seleucus IV.den Tempel zu plündern versucht hatte, unternahm Antiochus IV.sogar, um sie den übrigen Bewohnern seines Reiches ia allem gleichzu mache», die Ausrottung ihrer Religion. Den Werfall derselbe»hatte zwar das schändliche Spiel, das der Wetteifer ihrer Priesterund Großen um die hohcpriesterliche Würde mit Ränken und Beste-chungen am Hofe der Selcuciden trieb, schon vorbereitet. aber dasWölk hieng noch mit der alten Hartnäckigkeit an den Formen desmosaischen Cultus. Als daher Antiochus den olympischen Jupiter imTempel zur Verehrung aufstellen und die Juden zwingen ließ,Schweine zu opfern und zu essen, .starben viele lieber den schrecklich-sten Märtyrertod, als daß sie vom Gesetze Mosis abgefallen wären.Vergebens wurde Jerusalem und das Land umher verwüstet, geradeunter diesen Verfolgungen entwickelte sich eine Nationalkraft, diein der Empörung der MakkabLer zum vollen Ausbrüche kam.Judas, genannt Makkab (der Hammer), war der 3te Sohn einesPriesters, der sich mit den Deinigen vor dem Unterdrücker geflüchtetund in den Gebirgen von Judäa eine Schaar rechtgläubiger Judengesammelt hatte. Mit dieser schlug Judas die Syrer, eroberte Je-rusalem und stellte den mosaischen Cultus i65 v. Chr. wieder her.Eine neue Epoche des Ruhms und Ansehns beginnt für die Jadenunter der Mführung der Makkabäer. Drei Bruder aus dieser Hel-denfamilie, Judas, Jonathan und Simon bekleideten nach einanderdie hoheprirsterliche Würde und vollendeten das Werk ihrer Be-freiung vom syrischen Joche. Simon, dorr die Dankbarkeit derNation zum Fürsten erhob, hinterließ i35 v. Chr. seinem SohneJohannes Hyrcanus ein unabhängiges und durch Bündnissemit den Römern gesichertes Reich, das dieser durch Siege über dieSamariter und Jdumäer noch erweiterte und durch die Einsetzungdes hohen Rathes oder Sanhedrins befestigte. Bedeutende Fort-schritte der Bildung und des Wohlstandes bezeichnen Hyrcans Re-gierung, auch entstanden unter ihm dre Seelen der Pharisäer, Sad-ducaer und Effacr. Sein Sohn Judas Aristobolus nahmio5 v. Chr. die Königswürde an und von außen schien der jüdischeStaat auf dem Wege, die Größe und Herrlichkeit des davidische»Zeitalters wieder zu erlangen, da Alexander Jannäus, Ari--stoduls Nachfolger, in einem glücklichen Kriege gegen Aegypten Gazaeroberte. Aber eben jene Sectcn gaben Anlaß zu innern zerrütten-den Factioncn. Die Krone wird nach dem Tode der nur von Phari-säern regierten Königinn Salame 70 v. Chr. unter ihren SöhnenHyrcanus und Aristobulus streitig, ein Bruderkrieg ruft fremde ^