sZo Jupiter
Versammlung mit denselben im Titanenkriege, und versprach ihnen,sie sämmtlich nicht nur in allen ihren Würden zu bestätigen, auchdiejenigen, welche unter Saturn abgesetzt worden waren, wiedereinzusetzen, sondern er verhieß ihnen auch große Belohnungen,wenn sie ihm mit Schutz und Hülfe verstehen würden. Im troja-nischen Kriege untersagte er den versammelten Göttern, an dem-selben fernerhin Theil zu nehmen, bei Strafe, den Uebertreter die-ses Verbots mit seinem Blitze zu treffen, oder ihn in den Tarta-rus zu schleudern. Der ganze König Jupiter ist von Homer nachdem Begriffe der damaligen griechischen Könige geformt, so wieüberhaupt der ganze Character desselben nach den Sitten der altenHelden Griechenlands, welche roh, wild und von starken Leiden-schaften waren, geschildert ist. Uebrigens wird ihm sogar eureGeißel zugeschrieben, womit er als König züchtigt. Diese Vorstel-lung war von den Aegyptern entlehnt, bei denen die Geißel einWild der königlichen Hoheit war. Wir kommen nun auf die Tha-ten Jupiters und auf die Liebschaften desselben. Als Regent derErde hatte er vorzüglich sein Augenmerk auf das Menschengeschlechtgerichtet, welches er, weil es verderbt und lasterhaft war, vonGrund aus vertilgte und aus Bäumen ein anderes und besseresschuf. Den Prometheus, der das Feuer gestohlen hatte, um esden Menschen zu geben, ließ er durch den Bulcan an den colchi-schen Eaucasus schmieden und seine Leber von einem Geier verzeh-ren. Den Aesculap erschlug er mit seinem Blitze, weil er durchseine Heilkunde das Reich des Pluto entvölkert hatte; und daPhöbus, um seinen Sohn zu rächen, die Eyclopen tödtete, welcheden Blitz geschmiedet hatten, verbannte er ihn eine Zeitlang ausdem Himmel und verstieß ihn auf die Erde. So strenge rächte erjede Beleidigung seiner Majestät. Aus demselben Grunde tödteteer auch den König Salmoneus, der den Donner nachahmte; denJdas, welcher den Pollur erschlagen wollte, und den Capaneus,welcher zuerst Thebens Mauern erstieg; ferner die Cureten, weilsie, von der Juno verführt, den jungen Epaphus verbargen, undden achäischen Flußgott Asopus, der seine Tochter, die Jupiterentführt hatte, wieder zurückverlangte. Auch zog er durch duWelt, strafte die Bösen und belohnte die Guten. Seine beständi-gen Diener waren die Hören und Mercur; sein und der übrigenGötter Mundschenk, Ganymedes, vorher die Hebe. Seine Woh-nung ist auf dem Olymp, wo er seinen Pallast hat. Thcmis oderDice sitzt neben ihm auf dem Throne. Seine erste Gattinn warMctis, eine Tochter des Oceans, und die klügste unter allen Gott-heiten. Ais aber Uranus und Gäa ihm weissagten, daß sie ihmein Kind gebühren würde, welches ihm seine Herrschaft raubensollte, so verschlang er sie, als sie schwanger war, und gebar dar-aus aus seinem Haupte die Minerva. " Seine zweite Gemahlinwar Themis, eine Tochter des Uranus und der Gäa, mit welcherer die Hören und Parzen erzeugte; seine dritte und bekannteste dieJuno. Außerdem hatte er unter Göttinnen und sterblichen Mäd-chen eine große Anzahl von Geliebten. Unter den Göttinnen liebteer die Dione, eine Tochter, des Aethers und der Gäa, und warddurch sie Vater Aphroditens; ferner die Mnemosyne, des Uranusund der Gäa Tochter, mit der er die neun Musen erzeugte, indemer neun Nachte in ihrer Umarmung zubrachte; die Ceres, ^Schwester, welche durch ihn Mutter der Proserpina ward; die L-u- ^