Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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in drei Bänden gedruckt. Die Institutionen, welche in vierBüchern und auf eine besonders klare und deutliche Meise die Ent-stehung aller Gesetze und die Grundbestandtheile der Rechtsgelehr-samkeit entwickeln. .Die Novellen, in welchen man die ver-schiedenen Gesetze, die seit Erscheinung jener Werke Justinians ge-geben worden sind, gesammelt hat. Alle diese verschiedenen Werkesind späterhin unter dem allgemeinen Titel lloi-piis juris civttiszusammenbegriffen, und auch meistens so gedruckt worden, Außerder Sorge, die Justinian, dessen Scharfsinn nichts entging, auf dieAusübung der Gesetze wandte, war er auch darauf bedacht, neueStädte zu erbauen, andere zu befestigen und zu verschönern, be-sonders aber dnrauf, den Frieden in der Religion wiederherzustel-len. Unter andern Kirchen erbauet« er auch die heilige Sophitn-Lirche zu Coustantinopel, welche für ein Meisterstück der Baukunstgehalten wird. Der Altar in derselben wurde ganz von Gold undSilber gemacht, Und mit einer ungeheuren Menge der verschieden-artigsten Edelsteine geschmückt. Diese Kirche war so prachtvoll,daß Justinian am Tage der Einweihung, als er sie zum erstenMale in ihrem vollen Glänze erblickte, vor Freude ausrief: ,,Gottallein die Ehre! Ich habe dich überwunden, Salomo ! " . Aber seinUnglück wollte, daß er, gleich diesem jüdischen Könige, auf demThrone ergreiste. Denn gegen das Ende seines Lebens blieb er nichtNiehr derselbe Mensch: er wurde geizig, mißtrauisch, grausam. Erdrückte das Volk Mit Abgaben und lieh allen Anklagen ein geneig-tes Gehör. Wer kennt nicht seine Undankbarkeit gegen Belisarius,dem er so viel Zu verdanken hatte und den er noch in seinem hohenAlter verfolgte? Er starb am 14 . Rov. 56g int vier und achtzig-sten Jahre seines Alters, nachdem er 58 Jahrs, 7 Monate und r5Tage regiert hakte, und zwar acht Monate nach dem Tode desBelisarius. Er war von mittler Größe, hatte eine rothe Gesichts-farbe Und war leutselig und liebenswürdig in seinem äußern Be-tragen. Außerdem besaß er eine Mäßigkeit im Essen und Trinkenund eine Enthaltsamkeit in der Liebe, die fast beisiellos genanntwerden muß. Aber vielleicht fügte die Treue, welche er gegenseine geliebte Theodora ausübte, dem Reiche mehr Unglück zu, alses eine ausschweifende Lebensart wahrscheinlich nicht vermocht ha-ben würde. Seine Enthaltsamkeit grenzte überhaupt mehr an dieallen Genuß sich versagende, unerbittliche Strenge des Mönchs,als an die Ätäßigkeit eines Philosophen. Sein Fasten war häufigund anhaltend: oft brachte er zwei Tage und zwei Rächte zu,ohne Nahrung zu sich zU nehmen. Mir einem brennenden Eiferfür Ruhm, Ehre, ja selbst für ertle Titel begabt, wollte er zu-gleich Musiker und Baumeister, Gesetzgeber und Theolog seyn. SeinScharfsinn entdeckte im Belisarius die Talente zum Krieger Undim Rarses die Fähigkeiten für die innere Verwaltung; sein eignerNahm wird jedoch von den RcimeN dieser beiden Generale verdun-kelt. Uebrigens war er, wie wir bereits oben angemerkt haben, be-sonders in seinem Alter, geizig, liebte aber doch daneben die Pracht,beschafftigie sich viel mit der Gesetzgebung und ließ von seinen Die-ne.» ungestraft die größten Berbrechen begehen. Ost stritt er inoen Zusammenkünften mit seinen Ministern über einzelne Worteund niemals sah man ihn start der Spitze seines-Heeres kämpfen,«eine Liebe für die Mönche, - für die vciligcn und für religiöse«trertigttrten schützte ihn nicht vor dem Ladet, der Theologen: nach

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