Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Kalif Z05

der folgende Kalif, Motaki Billah, Moktadcrs Sohn, durch Er-mordung Jakems, die Selbstregierung wieder zu gewinnen, aberbald zwangen ihn die türkischen Söldner, einen andern ihrer Lands-leute zum Emir zu ernennen, den Tozun, der dieses Amt erk-und eigenthümlich machte. Er vermachte es förmlich einem gewis-sen Schirzad, bald aber kam es in die Hände des persischen Für-stenhauses der Binden, die der folgende Kalif Mostakfi Billah ge-gen die Tyrannei des Schirzad zu Hülfe gerufen. Der erste kin-dische Emir Moezeddulat vererbte es auf seine Nachkommen. Nunherrschte in Bagdad nicht der Kalif, sondern der Emir, aber nurüber einen kleinen Strich Landes. In jeder etwas entlegenen Pro-vinz gab es unabhängige Fürsten. Ein Ramensverzeichniß derer,die fortan Kalifen hießen, fortzuführen, wäre müssig; denn diesemuselmannischen Päpste (das waren sie nur bloß) hatten bei wei-tem nicht die Macht der christlichen. Zu weirläuftig wäre Verfol-gung der einzelnen Geschichten, in die jene des Kalifats sich nunzerspaltet; aber die Hauptverändcrungen, durch die die einzelnenStaaten und ihre Dynastieen gingen, und die Herrschaft der otto-mannischen Pforte vorbereitet wurde, müssen wir andeuten. — DieMinderjährigkeit des Akphiditen Ali benutzte der FatimitMorz Le-Linillah, Nebenkalif in Tunis, sich Aegypten zu unterwerfen,(969 H. 358) baute darauf Kahirah, Sitz seines Kalifats. So wa-ren nun drei Kalifen, zu Bagdad, Kahirah und Cordvva, deren je-der die andern verketzerte. Die Fatimiten fielen aber, wie die Ab-handen, unter die Gewalt ihrer Bsziere; die Ommajjaden in Cor-dons wurden, wie diese, durch Theilung Spaniens in viele kleineReiche um alle Gewalt gebracht, bis die Morabethun sie völlig stürz-ten (s. Spanien). Als Ilkan, König von Turkestan, Kyorasan,erobert und die Samaniden gestürzt hatte, vertrieb ihn Machmud,Fürst von Gazna, wieder, und gründete dort die Herrschaft derGazneviden (998 H. 388), die aber bald von den seldschukischen Tür-ken unter Togrul Beg wieder gestürzt wurden, (roZo H. 421). Die-ser eroberte auch Chowaresmien, Georgien und das persische Irak.Vom Kalifen Cajem Bemeillah zu Bagdad gegen die Tyrannei derder buidischen Emirs zu Hülfe gerufen, kam er nach Bagdad undward selbst Emir (io55 H. 448), wodurch die Herrschaft der Türkenüber alle Muselmänner fest begründet wurde. Er vererbte auf sei-nen Neffen Alr Arslan (der den griechischen Kaiser Romanus Dioge-nes schlug und gefangen nahm) diese Würde mit solcher Macht, daßdiese türkischen Emirs al Omara häufig Sultans von Bagdad ge-nannt werden. Türkische Fürsten, die sich in andern Provinzen zuHerrschern auswarfen, begnügten sich anfangs mit dem Titel Atabek(Bater, Lehrer) wie die Atabeks von Irak und Syrien, von Adher-Wchan, von Fars (Pcrsien) und von Laristan, Die Atabeks von«yrien und Irak waren es, mit denen die Kreuzfahrer hauptsach-"ch zu kämpfen hatten. Der erste hieß Omadeddin Zenghi, bei den«ranken Sanguin. Nachher nannten auch sie sich Sultane; alle er-kannten den Kalifen von Bagdad als geistlichen Oberherrn allerMuselmänner; seine weltliche Gewalt erstreckte sich nicht über dieMauern von Bagdad hinaus. Nureddin, Zenghi's Sohn, vom fati-wltischen Kalifen Adhed, um Bagdad gegen die Willkühr seines Vc-ersucht, sandte gen Cairo nach einander die Kurden, Schir-^9 und Salaheddin; dieser aber stürzte die Fatimiten (als schis-«Mische Gegenpäpste) und warf sich zum Sultan von Aegypten auf«°»v. rex. (N.rlufl.1 V. so