Zo6 Kalif Kalk
(1170 H. 56 ), womit er nach Rureddins Tode auch Syrien verei- Be§nigte. Dieses ist der große Salahedrin (Saladin), der furchtbareChristenfeind, der Eroberer von Jerusalem. Die Dynastie, die er Ambegann, heißt von seinem Vater Ajub, die der Ajubide». Sie herrsch-ten über Aegypten, bis die Mamelucken sie verdrängten (--So), .von
Die seldschukischen Sultane von Irak wurden (1194 H. 690) von den sterChowaresmiern gestürzt, und da die von Khorasan ausgestorben, Um
blieb von der seldschukischen Herrschaft nur noch das Reich Jkonium gch
oder Rum in Kleinasien übrig, von welchem das heutige türkische Aa!
Reich sich herschreibt (s. d. Art. Ottoman. Pforte). Die ver>
chowaresnischcn Sultane verbreiteten ihre Eroberungen weit nach vdeAsien, bis der Schrecken der Tartarn unter Dschingiskan (1220 H.
617) in diese Gegenden kam. Dessen Sohn Octai stürzte sie endlich Deiganz. Auch Bagdad, der Rest des Eigenthums der Kalifen ward imi'durch des Veziers al Kami und des Sclaven Amram Berrathem Kcunter dem 56 sten Kalifen Motazem, einer Mongolenhorde unter Ho- sichlagu leichte Beute (12S8 H- 556 ). Der Neffe des grausam ermorde- ist
ten Motazem floh nach Aegypten, wo er sich mit Vergünstigung der ein
Mamelucken fortwährend Kalif nannte und das muhamedanische des
Papstthum auf seine Nachkommen vererbte. Als die Türken im 3 > we
1617 Aegypten eroberten, ward der letzte dieser Schattenkalifen nach Fei
Constantinopel geführt, und starb, nach Aegypten zurückgebracht, ter
im I. 1SZ8- Seitdem nahmen die türkischen Sultane den Kalifen- eig!
titel an, und der Padischah zu Constantinopel behauptet solchen ditauf den heutigen Lagen mit allen, doch außerhalb seines eigentlich« denReichs wenig geachteten, und von den alcdischen Persern sehr be- instrittenen, Ansprüchen der geistlichen Oberherrschaft über alle Mii- inselmänner. L. dal
Kalk (Kalkerde) ist, wie es scheint, dasjenige Mineral, neuwelches in der ganzen Natur am weitesten verbreitet ist. Alle hin- alliher gehörigen Fossilien machen ein eignes, sehr weitläuftiges Ge- ga>schlecht aus. Der Kalk findet sich aber nicht bloß als Mineral, so»- vor
dern er ist auch durch das Thier- und Gewächsreich verbreitet. im
Thierische Substanzen, welche vorzüglich viel Kalkmaterie enthalt«, dersind die Knochen, Muscheln, Corallen und die Eierschaalen ; in den lan
Gewachsen findet man weniger. Der Kalk, als Mineral, ist die
theils nur halbhart, theils gar weich. Im Feuer werden selbst di« umhärtesten mineralischen Kalksubstanzen mürbe gebrannt. Richt alle sollKalkarten sind von gleicher Reinigkeit - manche führen viele fremde her
Substanzen bei sich. Fast immer stehen sie mit irgend einer Säure Bu
in Verbindung, " und nach der Verschiedenheit dieser Säuren theilt lanBlumenbach das ganze Kalkgeschlecht in fünf Gattungen ein, »am- derlieh in kohlensaure, schwefelsaure, spathsaure,phof- Sllphorsaure und boraxsaure Kalke. Reine Kalkerde ist graulich Bi
von Farbe, und färbt blaue Pflanzensafte grün, schmilzt auch, au we
und für sich, im heftigsten Feuer nicht, außer wenn sie mit Alaun- sich
erde vermischt ist. In der Atmosphäre wird sie leicht mit Kohlen- fvr
säure, und mit Wasser gesättigt, ihre Temperatur erhöht , an Ge- der
wicht schwerer, und verliert ihren brennenden und ätzenden M- kes
schmack. Im Wasser löset sich reine Kalkerde sehr schnell auf, du ver
Temperatur wird erhöht, und man bemerkt ein Leuchten. Das Was- Bu
ser wird dabei in Gas verwandelt. Dieses Gas hat einen besondern sche
Geruch und färbt blaue Pflanzensäfte grün. Der Warmeftoff, >«"- Ae
cher fich bei dem sogenannten Löschen der Kalkerde, oder bei der sich