Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
Seite
308
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ZvF AaMope Aalmücken

das Auge mehr, als wenn der lange und hqlblgnge Buchstabe unvsr-hältnißmäßig über oder unter der Linie hervorragt, oder, wenn diedie Deutlichkeit der Schrift durch eine nichtssagende, durchaus zweck-widrige Schnörkeln oft bis zum Mißverständnisse entstellt wird?Und doch fallen in der Pegel die meisten Kalligraphen in diese»nie genug zu rügenden Mißbrauch eines übelverstandenen Bestrebens,recht schön schreiben zu wollen. k>g.

Kalliope, eine Tochter Jupiters und der Mnemosyne, wareine von den neun Musen und zwar die Göttin des Heldengedichts.Sie war die vor üglichste der Musen und die Beschützerin der KH-nige, denen sie die Gabe der Beredtsackkeit und des Gesanges mit-theilte. Auch Sänger und Citherspielcr sind ihre und Apollo'S Lieb-linge. Mit dem Oeagrus, König in Thracien, zeugte sie die be-rühmten Dichter Orpheus und Linus: letzterer wird jedoch, von an-dern, auch für einen Sohn Apollo's und der-Muse Urania, so wieOrpheus für einen Sohn Apollo's und der Kalliope gehalten Außer-dem zeugte Kalliope mit dem Strymon den Rhesus, mit dem Apoll«den Galmenus und Hymenäus, mit dem Oeagrus den CymothuS,und mit dem Achelous die Sirenen. Unter den Abbildungen derMusen kennt man die Kalliope an der Tuba, welche sie in der ei,nen, und an dem Heldengedichte, welches sie in der andern hält,so wie an den Blucken- und Lorbeerkränzen, mit welchen sie ge-schmückt ist.

Kallugier (aus d. griech.), ein frommer Alter, ist die ge-meine Benennung der griechischen Mönche. L.

KalmLuser Andächtler, Kopfhänger. Peter Damiani (s,d. Art. Geisselungen) hatte den Einsiedlern von Camaldoli ausden Apenninen eine strengere'Disciplin gegeben, wodurch dieser Or-den in den Ruf einer besondern Heiligkeit kam; wie diese Heiligkeitselbst artete aber in der Folge auch das der deutschen Volksspracheweniger geläufige Wort Eamaldulenser in Kalmäuser aus. L

Kalmücken (Oelöt, Eluths, Eluthen) machen denmerkwürdigsten Zweig des mongolischen Bölkerstamms aus. 8i«selbst behaupten, ihre ältesten Wohnsitze zwischen dem Koko.No»(blauen See) und Tibet gehabt zu haben. Lange vor DschingiS-Chan soll dieses Volk, der größte und mächtigste Theil der Oelöt,gegen Westen bis nach Kleinasien einen Heerszug gethan und sichdort und um den Caucasus verloren, der Uederrest aber, welcher iader großen Tartarci zurückgeblieben war, von seinen tartarisch»Nachbarn den Ramen Ehalimik (Abtrünnige) erhalten haben. Nder That nennen sich die Kalmücke» auch noch heut zu Tage Chaii-mik, obgleich Oelöt, welches Morst aber auch dasselbe bedeutet, no§immer ihre eigenthümliche Benennung ist. Die Oclöts oder Kai-mücken theilen sich, wenigstens seit der Zerrüttung der mongolische»Monarchie, in vier verschiedene Hanptzweige, die sich Choschot,Derbet, Soongar und Torgot nennen. Der größte Theilder ch o s ch o t i s ch e n Kalmücken hat sich in und um Tibet u>stam Koko-Roor erhalten und soll nach der Zerstörung der soongari-schen Kalmücken unter chinesischem Schutze geblieben seyn. Der klei-nere Theil dieses Stammes war schon lange zuvor an den JrWgezogen, und gerieth endlich unter die Herrschaft der soongariWHorde, mit welcher er gemeinschaftlich an den Kriegen gegen Ehin»Theil nahm, aber auch zugleich mit derselben zerstreut wurde. Munter chinesischer Hoheit noch jetzt vereinigte Horde der Laschet»