Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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317
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Kant Zi?

e er ni« die philosophische Arkenntniß die von der Erfahrung ganz ze-hr, alt trennte Vernunft zur Quelle habe). Das Allgemeine und

erstand, Nothwendigem unserer Erkenntniß, lehrt er, kann nicht als

intreffe« durch Erfahrung gegeben gedacht werden, ist also subjektiv,

dadurch Die Nothwendigkeit in unsern Urth.iten, oder die objective We-hest des ziehung unserer Vorstellungen, welche mit allen allgemeingültigen

er Von und nothwendigen Urtheilen verbunden ist, ist nicht objective

i> Meta- Iiealität (Gültigkeit) der Erkenntniß, oder objective Er-

Ratiir- kennt« iß selbst. Die Gränzen des Wissens liegen mithin im Ge-le. Atz- wüthe, oder dcr einzige Gegenstand der philosophischen Erkenntniß

gen für ist das Gemüth nach s-iner erscheinenden Lhätigkait.

e, Rei- In diesem beschränk.nden Resultate gelangte er auf folgendem Wege.

fächere, Zurrst schied er, was der Sinnlichkeit uno dem Verstände in unsern

'ür M Vorstellungen angehört, und was im Geiste ungetrennt ist, durch

ch dabei psychologische Analyse. Die theoretische Vernunft, oder das

n hatte, Erkenntnißvcrmögcn, zerfällt in Sinnlichkeit (als das

Name» Vermögen der Aus -auung), und Verstand (als das 8!er-

unerma- mögen des Denkens), wie das Erkennen selbst im Anschaue»

Seciün und Denken besteht. In der Anschauung unterscheiden wir die M a°

druckte« terie, welche durch die jecesmalige Empfindung gegeben wird,

berat- von der Form, welche unserer Sinnlichkeit selbst angehört, land

strunze» hiernach auch das sinnliche Object, von den ursprünglichen

>eit und und nothwendigen Bedingungen des sinnlichen Anschanens

dadurch (d. i. Zeit und Raum nebst ihren mannichfaltigen Bestimmungen),

n philo- welche die Formen der Sinnlichkeit, oder die transcendent«-

izufüg«» len Objecte genannt werden, die nur in uns selbst liegen,

West» unabhängig und vor aller Erfahrung, und nach welchen wir

sophlschr! die Welt und ihre Erscheinungen vwstellcn. Der Verstand ist

so wer- das selbstthätige Vcrstellungsvermögen, durch welches wir den durch

weichend« Sinnlichkeit gegebenen Stoff verbinden, und ist bei dieser Verbin-

rsach««- , düng ttm Begreifen und Urtheilen rc.) an ursprüngliche Bedingn n-crrschaft gen gebunden: die Kategorie««, oder Formen des Verstandet!,

erijstner l welche Kant meisterhaft entwickelt hat. Nach beiderlei Formen wer-

mizipü» i den die Gegenstände der Erfahrung von uns bestimmt; wir eu-

philoso- ke.men also die Dinge nur wie sie uns erscheinen, und wie wir

astrati« sie, nach den Gesetzen unseres Geistes denken, keineswegcs wie sie

n dieses sind; überhaupt nur die Erscheinungen, nicht die Dinge an

frühere» sich ,wegen letzterer Ansicht hat. man auch Kant's Lehre den kri»

n Scep- tischen — den auf Kritik des Geistesvermögens beruhenden —

ns aller Idealismus genannt); durch jeneFormcn aber schreibe dcr Ber-ithüllen, stand dcr Natur Gesetze vor, so nämlich, daß sie überall nach ihnen

en, an gedacht werden müsse, und in ihnen bestehe die einzige theorcti-

sich nicht sche Erkenntniß s. xriori, oder philosophischer Art. Denn die theo-

steich der retilche Vernunft ist selbst das höchste Denkvermögen (ein

äußerst«! höherer Verstand), welches nach absoluter Einheit durch Ideen

e Unter- strebt. Aber diese Ideen, die Erzeugnisse derselben, haben kein ih-

veil da- ncn en t s p r e ch e n d e s Object in dem Kreise der Erfahrung, und

werde« es darf von ihnen kein constitutiver Gebrauch gemacht werden, um

inn ich wirkliche Gegenstände, die über das Gebiet dcr Erfahrung hinaus-

i, (transcendentale Gegenstände-, durch sie zu erkennen; ja die

tttik n«d Vernunft gerath in lauter Widersprüche, wenn sie einen constitnti-leiintitttz- ve» Gebrauch von ihnen machen will, was Kant durch seine soge-er Kri- Kannte Antinomie zu zeigen sich bemühte. Die reine Vernunft ent-

de, dsl halt in ihnen also nur regulative Prinzipien zur Erweiterung der