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gegebenen Erkenntniß, und kann mithin überhaupt über da-Gebiet der Erscheinungen nie hinaus zu einer gewissen Erkenntnißvordringen, und etwas objectiv Wahres über Gott, Freiheit u.aussagen, denn dieses sind bloße Ideen. Mein die Verminstist auch praktische in so fern sie den Willen selbstthätig zur Tu-gend bestimmt, welche zur Glückseligkeit würdig macht. Was nundie theoretische Vernunft nicht zu leisten vermag, leistet dupraktische. Denn durch das praktische Vermögen der Ver-nunft (moralische Freiheit) strebt der Mensch weid über die Erfah-rung hinaus zu einer übersinnlichen Vollkommenheit, und dieserStreben überzeugt ihn von der Realität des. Idealen und ei-ner intelligiblen Welt: indem die Tugend, welche durch ein Be»-mmftgesetz a priori geboten wird, nur mit Glückseligkeit verbun-den, das höchste Gut ausmacht, für welche Verbindung, da sienicht von uns abhängig ist, wir eine höchste Ursache annehme»müssen, welche nur das vollkommenste Wesen, die Gottheit, seh»kann. Diese Ueberzeugung aber ist kein theoretisches Wisse»-sondern ein praktischer Vernunftglaube, und somit diePhilosophie überhaupt nur auf die Erkenntniß unserer moralische»Natur und der ursprünglichen Berflandesformcn beschränkt und ver-missen. Es giebt mithin keine eigentliche speculativc Philosophie,oder Metaphysik, sondern nur eine Kritik derselben. Aber wodurcherkennen wir denn die praktische Vernunft und ihr Vermöge»?fällt hierbei unwillkührlich dem Denker ein. Antwort: Nur durchdie theoretische Vernunft, die mit der praktischen doch nur ei»Vermögen ist. Darum sagte ein neuerer philosophischer Forscher-Kant lasse den Glauben gleichsam in seiner ersten Instanz den Pro-zeß verlieren, um ihn bei einer andern wieder zu gewinnen, undsuche die Gültigkeit der Ideen durch moralische oder Postulate Be-weise zu stützen, anstatt hierin ohne Beweis auf die unmittelbare >Erkenntniß der Verminst zurückzugehen; ein anderer: er führe die -Ideen zur Borderthüre der Philosophie hinaus, um sie durch die-snnterthür wieder einzuführen.) Die Richtung, welche hier Kant'r -Untersuchungen nahmen, führte ihn hauptsächlich zur Ausbildung ^der praktischen Philosophie (hieher gehört seine Grundle->gung der Sitten, Riga 1786, 8.), zu welcher er nun auch die Sie- >ligionsphilosophie (eben weil er den Glauben an Gott auf daiPraktische gründete) vcrwieß, namentlich aber zur strengern und!meineren Ausbildung der Moral im engeren Sinne, und der mora- >lischen Begriffe von Pflicht und Sittengesetz, welches er als den ka-tegorischen Imperativ nannte (vergl. auch seine mrtapM-schen Ansangsgründe der Tugendlehre, Riga 1797) ; wobei sich p»strenger, dem erschlaffenden Eudämonismus entgegengesetzrer, mora-lischer Sinn kräftig offenbarte; obgleich nicht zu läugnen ist, da»die von ihm beschriebene Tugend nur strenge Gesetzmäßigkeit (Hand-lungsweise um des Gesetzes willen) ist. Dieses sind die Grund-züge seiner Ansicht, welche er in seiner Kritik der reinen Ver-nunft, und in seiner Kritik der praktischen Vernunft(zuerst Riga, 1787), seinen Hauptwerken , niedergelegt hat: de»was seine übrigen Behauptungen über einzelne philosophischegenstände anlangt, so sind diese nur untergeordnet, wie z. B- MUnterfttchungcn über die Natur (in den metaphysischen Anfange-gründen der Naturwiffenschaft, Riga >786, 8. und Kritik der u-theilskraft, Berlin 1790), und über das Schöne (s. d. Art. Aefkh
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