Z2Z Kastner Kauf und Verkauf
Besten der Akademie waren 'die sechziger und siebziger Jahre dervoriaen Jahrhunderts. Sein fünfzigjähriges Magister-Jubiläumw-rde^im 17 >7 zugleich mit dem Jubiläum der Universität ge-feiert, welches er dann noch um dreizehn Jahre überlebte. Untnseinen vielen Schriften, die in Meusels gelehrtem Deutschland al-lein neun Seiten füllen, und die nach und nach die Wölfische»Lehrbücher verdrängten, bleibt seine Geschichte der Mathematik(i/gg dasjenige °''erk, von dem Kenner urtheilen, daß es unterdem Ruhme seines Verfassers stehe, so wie denn überhaupt sei»Scharfsinn mehr auf das Einzelne gerichtet zu seyn schien, als daser das Ganze der mathematischen und vhysikalischen Wissenschaf-ten hätte zu umfassen und darzustellen im'Stande seyn sollen.Außer dem Anbau ernster Wissenschaften btschäfftiqte ihn auch mchder eigentliche Witz , der sich oft bei ihm in treffenden Epigram-men ergoß, von denen eine Auswahl zu allen Zeiten gefallen wird.Durch,sie zog er sich mehr als'eine Fehde in seinem litterarische»und bürgerlichen Leben zu. Dieser große und im strengsten Ver-stände weltberühmte Gelehrte starb am r-o. Juni 1800.
Kataphracten (aus dem Griechischen, wo dieses Wort ei-lten von allen Seiten mit Waffen Umgebenen bedeutet), hießen beiden Römern diejenigen Ritter, welche über den ganzen Leib ge-harnischt und mir einem Cüraffe versehen waren. Diese Rüstungstammte von nördlichen Völkern her und war besonders bei denParthern beliebt. Bei der Armee des Antiochus befanden sich dreitausend Kataphracten auf dem rechten Flügel der Phalangite».Nicht allein die Kataphracten, sondern auch ihre Pferde waren ge-panzert. Der Panzer bestand aus kleinen, in ein längliches Vier-eck geschnittenen Eisenschuppen, welche dergestalt auf Leinwand auf-gereihet waren, daß immer eine Reihe unter der andern hervor-ragte. Auch die Sarmater sollen eine sosche Rüstung getragsn ha-ben. Die parthischen Kataphracten hatten, außer dem Cüraß,lisch ungeheuer lange Speere, welche in Riemen am Pferde Hinze».Die Römer scheinen eigentlich nur spät von diesem ausländische»und wegen seiner Schwerfälligkeit sehr wenig brauchbaren CürasseGebrauch gemacht zu haben.
Kata pult s. Geschütz.
Katt s. Friedrich tl., König von Preußen.
Kauf und Verkauf («rntio et vsuäiriol bedeutet im R»'turrechte einen gegenseitigen Vertrag, durch welchen jemand irgendeinen Gegenstand, der ihm zugehört, gegen einen bestimmten Preisdem andern zu überlassen ver> »richt. Ist dieser Preis ein Preis in>Gelde; so nennt man jenen Vertrag Kauf und Verkauf im Sinnedes römischen Rechts. Dabei hangt es, wie es sich von selbst vor-steht, von dem Willen der Contrahenten ab, von welcher Zeit «»das Eigenthum auf den Käufer übergehen soll. Ist der Kauf un-ter einer successiven Bedingung geschloffen worden; so geht dasEigenthum nicht früher über, als bis die Bedingung Vorhände«ist. Ist jedoch die Sache nur überhaupt (ii-geners) verkauft, ohnedaß eine besondere Verbindlichkeit Statt gefunden har; so gehtda-Eigenthum sogleich an den Käufer über Ist der Handel auf Haa-res Geld, und nicht auf Credit geschlossen worden; so geht das Ei-genthum nicht eher über, als bis der Kaufschilling bezahlt ist. Na«dem römischen Rechte soll ein Vertrag nicht allein hinreichen, da°Eigenthum zu übertragen; sondern es wird überdieß noch eine rök-
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