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und somit den Verdacht, als sey ein Mensch unter dem Tische ver-borgen, um so scheinbarer vermeiden zu können. Diese Maschinespielte mit den geschicktesten Spielern, und war ihnen fast immerüberlegen. In wie fern der Erfinder, der alle Zeit neben demTische stand, oder auch in ein, auf einem entfernten Tische befind-liches , aber mit dem Schachspieler selbst in gar keiner Verbindungstehendes, Kästchen sah, das Spiel des Schachspielers leitete, oderob in der Maschine selbst ein Mensch verborgen war, hat bisher umso weniger entdeckt werden können, als der Erfinder selbst stetsbereit war, das Innere der Maschine, welches mit Rädern, Hebelnund Springsedern angefüllt ist, jedem, der es verlangte, zu zeigen.Ohne die künstliche Einrichtung dieser Maschine, die wir übrigensnicht gesehen haben, jetzt noch ergründen zu wollen, können wir je-doch unsere Verwunderung darüber nicht bergen, daß man hin undwieder hat behaupten können, es sey kein menschliches Wesen in derMaschine verborgen gewesen. Da die Züge eines Schachspiels mirdurch ein denkendes Wesen hervorgebracht werden können; so warnur ein denkendes Wesen im Stande, diesen Zügen entsprechend!Züge entgegenzusetzen, und folglich mußte durchaus, auf welcheWeise es nun auch bewerkstelligt wurde, ein denkendes Wesen inder Maschine verborgen seyn- Daher zeigt es in der That von nichtgeringer Beschränktheit, daß man über die Züge der Maschine, ansich selbst, in Verwunderung gerathen ist (diese mußten ja von ei-nem lebendigen Wesen geleitet werden), und darüber den bewunde-rungswürdigen Mechanismus, vermöge welches der Arm der Ma-schine sich nach jedem Felde der Maschine hinbewegte, und von dortFiguren wegnahm, oder sie dahinsetzte, fast ganz außer Acht ge-lassen hat. In diesem Mechanismus lag das Verdienstliche der Er-findung, und nicht in der Kuyst, mit welcher die Maschine ihremGegenspieler die Paktiern abzugewinnen wußte. Sie ist also auchkein Automat (s. d. Art.), sondern blos ein mechanisches Kunststück,zu welchem die einwirkende Kraft eines denkenden Wesens gehörte.Im I. 1778 erfand Herr von Kempelen ferner eine Sprachma-schine, welche, i'/? Fuß breit und V? Fuß lang, aus einem vier-eckigen, mit einem Blasebälge versehenen Kasten bestand. Wen»der Blasebalg nebst seinen Klappen, nach Verhältniß der zu spre,chendcn Wörter, bewegt wurde; so sprach die Maschine alle Syl-ben deutlich und vernehmlich aus. Diese Maschine war, wo möglich,noch künstlicher, wie der Schachspieler. Er erfand auch eine Dampf-maschine, die sich von allen dergleichen Triebwerken merklich un-terschied. Sie leistete vier Minuten lang die von ihr erwartete»Dienste in aller Vollkommenheit; dann aber zerbrach sie. kg-Kempis (Thomas a) ward i?8o zu Kempen, einer kleinenStadt im ehemaligen Kurfärflenthume Cölln, geboren, und tratiZgg in den Orden der Mönche vom heiligen Agnesberge, welche inder Gegend von Zwoll ein Kloster hatten. Hier beschäfftigte er stydamit, theils geistliche Schriften abzuschreiben, theils deren selbstzu verfertigen. Er starb am - 5 . Jul. 1471. Man hält ihn ziem-lich allgemein für den Verfasser der Nachahmung Ist»Christi, eines Werks, welches Veranlassung zu einem heftige»Streite zwischen einigen damaligen Mönchsorden gegeben, und sei-ner innern Vortrcfflichkeit wegen, ungeachtet der nachlässigen Schreib-art, einen großen Ruf erhalten hat. Kein Buch ist so häufig über-setzt und aufgelegt worden, als diese Nachahmung Jesu Christi: der