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Fünfter Band. Von I bis L.
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^ Kempis Kennicott 34Z

je ver- französische Buchhändler Piget soll 1739 versichert haben, daß er

aschine mehr als 1800 verschiedene Ausgaben von demselben kenne. Der

immer Ruf dieses Werks war zu seiner Zeit so groß, daß ein gewisser

a dem Kaiser von Marocco, wie man sagt, dasselbe in seiner Bibliothek

befind- hatte, und es mit Vergnügen las. Eine der ersten lateinischen

ndunz Ausgaben, welche eine bestimmte Jahrszahl haben, ist diejenige,

, oder welche ,437 in einem kleinen Octav-Bande und mit gothischer

er um Schrift gedruckt worden ist. Thomas a Kempis soll, trotz des

j stets Ruhms, den ihm sein Werk verschaffte, eben so bescheiden gewesen

Hebeln seyn, als sich andere in seiner Stelle hochmüthig gezeigt haben

zeigen, würden. Ueberhaupt übte er alle die Lehren, die er gab, auch

eigens selbst aus: er war vertragsam gegen seine Ordensbruder, unter»

>ir je- würfig gegen seine Obern, und mitleidig und wohlthätig gegen

n und alle, die seiner bedurften. Er hat noch mehrere geistliche Schriften

in der verfertigt, welche aber keinen so großen Ruf erlangt haben,s nur Kempten war ehemals eine gefürstete Abtei, Benediktiner»

war ordens, bei der Stadt Kempten in Schwaben gelegen, deren Abt,

chende Reichsstand und Erzmarschall der deutschen Kaiserin, unmittelbar

welche unter dem Papste stand. Er residirte zu St. Hildegard, Klo-

en in ster und Stadt (die sogenannte Stistsstadr), mit 2900 Ein-

nicht wohnern. Mit der Abtei war ein Kapitel verbunden, welches aus

!, an 2v ächtadligen Personen bestand. Das zum Stifte gehörige Land

in ei- betrug 16 Quadratmeilen, und enthielt eine Stadt, 7 Marktflecken,

unde- 45 Pfarrdörfer und über 100 andere Dörfer, mit 43,000 Einwoh-

Ma- nern. Die Einkünfte des Abts betrugen, nebst den Einkünften aus

dort dem Kapitel, 3 oc>,ooo Gulden. Im I. 1802 wurde das ganze Stift,

t ge- nebst der Reichsstadt Kempten, an Bayern abgetreten, und zum

: Er- Fürstenthume, mit der alten Stimme auf dem damals noch gehal-

hrem tene» Reichstage, erhoben, nachher aber mit der Stadt Kempten

auch vereinigt und zum Jllerkreise geschlagen. — Kempten, jetzige

stärk, Hauptstadt des bayerschen Jllerkreises, und'Sitz des General-Kreis-

>örte. commiffariats, war ehemals eine evangelische freie Reichsstadt im

ma> Allgau, an der Jller in Schwaben, welcher Fluß eine halbe Meile

vier- von der Stadt für Flöße schiffbar wird. Sie trieb sonst einen be-

Vcm trachtlichen Handel, besonders mit Leinewand, und hatte 1789 weit

spre, über 3 ooo Einwohner, die aber 1807 auf 2704 herabgesunken wa-

Shl- ner. Ihre vorige Einnahme berechnete man aus »2,000 Gulden,

stich, 3 m I. »gor kam die Stadt an Bayern, und ward 1804 zum Sitz

jpf- des General-Kreiscommissariats und zur Hauptstadt des Jllerkreise«

> un- gemacht. Die Stadt soll auf der Stelle des alten Eainxoäunurn.

teten stehen.

ss- Kennicott (Benjamin), zuletzt Doctor und Professor der

-inm Theologie zu Oxford, ward »7:8 zu Lottneß in Devonshire geboren,

trat wo sein Vater ein armer Schuhmacher und zugleich Küster war. Er

>e in hat sich durch seine weitläuftige und kostbare Sammlung von Lese-

' sich vrten, aus 25z Handschriften und 12 gedruckten Ausgaben der he--

'elbst bräischen Bibel, und durch den Abdruck derselben unter dem hebräi-

iem- scheu Texte verdient und berühmt gemacht. Dieses Werk führt den

esu Titel: Vst. 1?e5t. irebr. euin vsriis leationibus, II. I'orn. Oxon.

ige» kok. Dem zweiten Bande ist eine Visa. Zsuer. in

sei- V. r. Ledr. vorgedruckt, welche Bruns (Lrunoniviui »783. 8 ) be-ceib- , sonders herausgegeben und mit Anmerkungen versehen hat. Ken-ber- "woit war bei dieser mühsamen und kostspieligen Unternehmung

det durch eine Unterzeichnung von mehreren »000 Pfund Sterling un-