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terstützt, und somit in den Stand gesetzt worden, mehrere Gelehrt!nach Spanien, Italien, Deutschland u. s. w. zu schicken, welcheHandschriften und Ausgaben vergleichen sollten. Allein die Aus,beute war dennoch nicht so bedeutend, als man sich anfangs ge>schmeichelt hatte. Uebrigens hat man auch der Schreibfehler viele,der brauchbaren Sescarten hingegen sehr wenige in dem Werke selbstgefunden. Luch fehlte Kennicott theils selbst im Plane, theils warer auch weder mit den morgenländischen Sprachen, noch mit de»ächten Grundsätzen der Kritik vertraut genug. Nach seinem Lobeerschien von ihm: HkinurAs on seleot PLSSUA 6 S in tlre Olä lest.,to evlrioii are uckckeck eißlrt serrirons, Oxk. 1787- 8 - (Bemer-kungen über einige auserwählte Stellen des alterTestaments, nebst acht Predigten). Kennicott starb am»rgten April, 1788.
Keppler (Johann), ein berühmter Mathematiker und Astro-nom des aStcn Jahrhunderts. Ihm verdankt die Astronomie derGrund der Höhe, zu welcher sie in den neueren Zeiten gelangt ist.Er war den 27. Dec. 1S71 zu Wiel im Würtemdergischen geboren,und stammte aus einem üblichen Geschlechte. Armuth und ein im-mer wandelbares Schicksal seines Vaters war der Grund der Ver-nachlässigung seiner Erziehung, und der vielen trüben Tage seinerJugend, obgleich sein Unterricht in den Anfangsgründen derWissenschaften bisweilen durch ökonomische Geschaffte unterbrochenwurde, so brachte er es doch bald dahin, daß er die UniversitätTübingen beziehen konnte. Hier studirte er, nach dem damals vor-geschriebenen Gange, zuerst Philosophie und Mathematik, und dannTheologie. Nebenbei aber folgte er seiner Liedlingsneigung zarAstronomie, wo ihn insbesondere die Untersuchung der physikalischenGründe der Bewegung der WeltkLrper beschäfftigte. Von Tübingenwurde er als Pros. der Mathematik und Moral nach Grätz inSt'eyermark berufen, wo er seine astronomischen Untersuchungenfortsetzte. Aus Furcht, seine Stelle zu verlieren, ging er nach Un-garn, kehrte aber nach einiger Zeit wieder zurück. Unterdessen warder berühmte Astronom Lycho de Brahe nach Deutschland ge-kommen, dessen Bekanntschaft auf Kepplers Schicksal einen wichti-gen Einfluß hatte. Keppler entschloß sich nämlich, sein Amt zu ver-lassen , und sich nach Prag zu wenden, um mit Tycho die rudolphi-mschen Tafeln zu verfertigen. Durch des letztern Empfehlung wurdeer zwar hier von dem Kaiser Rudolph II. als Mathematiker ange-stellt; allein da ihm sein Amt und seine Wissenschaft nicht so vieleintrugen, als er brauchte, so studirte er nun Medicin, um von derPraxis leben zu können. Der Kaiser hatte ihm ein Jahrgeld be-stimmt, allein in den bedrängten Zeiten, welche den 3ojährigenKrieg vorbcrnteten, blieb dieses immer aus. Ja selbst, da er ausBefehl des Kaisers Matthias in Linz angestellt war, wurde seineHoffnung, das Rückständige zu erhalten, getäuscht. Streitigkeitenmit den Geistlichen, so wie überhaupt die damaligen Unruhen inden österreichischen Landen, hatten sehr nachtheiligen Einfluß aufKepplers Lage, Er verließ Linz, begab sich nach Regensburg, schlugeinen Ruf nach England aus, wurde vom Kaiser Ferdinand II- zumkaiserlichen Mathematiker bestätiget und ging darauf nach Ulm, woer die rudolphinischen Tafeln drucken ließ. Im I. 1627 kam ernach Prag zurück, und erhielt vom Kaiser 6000 Gulden. End-lich bekam ex auf Befehl des Herzogs Albert von Friedland und