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einiger deutschen Fürsten sich bisweilen Hinrichtungen und noch öfterVerbrennungen Andersmsinender erlaubte, die Verketzerungssuchtnie so weit um sich greifen, als in den Staaten von West - undSüdeurspa, und die Aufklärung neuerer Zeiten hat, indem sie denreligiösen Werth des Menschen mehr nach seinem Wandel als nachseinen Meinungen schätzen lehrte, in und außer Deutschland Grund-sätze der Toleranz verbreitet, die auch den unversöhnlichen Ketzerbaß,den die Lehre des Katholicismus athmet, entwaffnen und Glau-bensgenossen jeder Art an gegenseitige Verträglichkeit gewöhnenmußten. L.
Kew, ein Dorf in der Grafschaft Effex in England, zwischenLondon und Windsor, ist wegen des vortrefflichen königlichen Gar-tens berühmt, in welchem sich alle in Europa bekannte Pflanzen,Gesträuchs und Bäume befinden, denen allen auf raranhängendeaTäfelchcn ihre respectiven Namen nach dem Sinnes beigefügt sind.Der Garten selbst wird mit dem größten Fleiße in dem besten Au- ,stände erhalten.
Kiel, eine ansehnliche Stadt, mit einem guten Hafen, aneinem Meerbusen der Ostsee, war bis 177Z die Hauptstadt der groß- ^fürstl. Holstein - gottorpischen Länder in Deutschland, welche darauf ,in dem genannten Jahre gegen Oldenburg und Delmcnhorst an Di- -nemark vertauscht wurden. Die Universität ward 665 vom Herzoge ^Christian Albrecht von Holstein gestiftet. Der große Jahrmarkt,bekannt unter dem Namen der kiel er Umschlag, welcher nach !dem dem heil. Dreikönigstage gehalten wird, ist deshalb berühmt,weil auf demselben eine große Menge Fremder zusammen komme»,theils, um Geld zu verleihen oder einzucassiren, theils um es um-zusetzen. Es befindet sich daselbst eine kleine Gemeine von der grie-chischen Religion, welche ihren eignen Geistlichen hat und seit 1776in geistlichen Sachen unter der russischen Gcsandtschafr zu Copm-hagen steht. Die Stadt enthält 800 Häuser, mit 7,000 Einwohnern.Die dortige Universität zählte im I. 1806 über 100 Studenten.
Kienlong (KjänLun), Kaiser von China, eben so großim Kriege als im Frieden, der vierte Kaiser aus dem durch seineHelden - und Regententugcnden berühmten tartarischen GeschlechtTsim, war im I. 1710 geboren, und gelangte 175s nach dem Todeseines Vaters zur Regierung. Bis >764 regierte er ruhig; von derZeit an war er aber fast immer mit mehreren der benachbartenReiche in Kriege verwickelt, die er fast immer glücklich führre, auchgroße Eroberungen in denselben machte, unter andern die ganze Kabmuckei in Besitz nahm, so daß das chinesische Reich unter ihm nachdem russischen das weitlauftigste aller jetzigen Reiche geworden ist-Sein Charakter war Menschenliebe und Sanftmuth; und ganz un-verdient haben ihn Einige als ein Ungeheuer von Grausamkeit undTyrannei beschrieben. Er hat mehrere Millionen an seine durch ^Mißwachs und Überschwemmungen ins Elend gestürzten Nntertha- jneu vertheilt. Die christliche Religion wurde aus politischen Ursa- !chen von ihm mehr heimlich als öffentlich begünstigt; er verhängte ,sogar einige Christenverfolgungen, entweder in Rücksicht auf dasVolk, oder weil er wenigstens die allzu große Verbreitung desChristenthums zu verhindern wünschte. Doch duldete er zu Peking -vier Missionshäuser oder Kirchen, behandelte auch die Missionaresehr gut, und nahm mehrere davon in seine Dienste. Als Beschütz»der Künste und Wissenschaften und als Gelehrter zeichnete er M
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