Kiesel Kind 349
ch öfter Hei, so au», als durch seine weitläufigen Eroberungen. Bon seinen
igssucht poetischen Aufsätzen kennt man unter andern ein Lobgedicht auf
f - und den Thee und auf die Hauptstadt Mukden, ingleichcn ein an-
sie den Leres auf die Eroberung der Kalmuckei, das er in Stein
ls nach graben ließ. Unter den Künsten schätzte er besonders die Malerei
Grund- und Kupferstecherkunst. Er wollte das Andenken seiner Siege durch
tzerhaß, diese Kunst verewigen, und trug französischen Meistern die Copie
Glas. der Gemälde auf, welche sie vorstellten; Ludwig XV. ließ sie für
wohnen ihn in Kupfer stechen. Auch eine Bibliothek von 600,000 Bänden
legte er an, lauter Abschriften nützlicher Bücher. Auf seine Veran-wische» staltung kam auch die im rgtsn Bande des büschingschen Magazin«l Gar- befindliche Beschreibung des chinesischen Reichs heraus. Seine Lebens-lanzm, art war sehr mäßig; sein gewöhnliches Getränk bei der Tafel war
lgcndm Thee; Wein oder andere hitzige Getränke trank er niemals. Er
t sind. starb zu Peking im I. 1786, in einem Alter von 76 Jahren,en An- Kiesel, ein weitläuftigcs Geschlecht von Mineralien, hat sei-
nen Namen von der Kieselerde, welches eine primitive oder Grund-il, an erde ist, die den Hauptbestandtheil der Kieselarten ausmacht. Diese
! groß- Erde ist für sich allein im Feuer nicht schmelzbar, wol aber in
darauf Verbindung mit andern mineralischen Substanzen. Sie bleibt an
n Di- der Luft und im Waffer unveränderlich, wird nur von der Spath-
ierzoge , säure angegriffen, schmilzt mit beiderlei feuerfestem Laugensalze, dermarkt, Soda und Pottasche, zu Glas, und wird daher glasartige oder vi-
r nach , tresciblc Erde genannt. Trocken und fein bildet die Kieselerde denrühmt, Sand, welcher rauh und scharf anzufühlen ist und zwischen den Zäh-
mim», ncn knirscht. Alle kieselartigen Steine sind härter, als thcnige und
§ um, kalkige, geben, mit dem Stahle geschlagen, Funken und sind größ-
1 grie- tentheils mehr oder weniger durchsichtig. Ganz reine Kieselarten
c 17?; sindct mau nicht; denn selbst der Bergkrystall enthält etwas Thon-
Zopen- erde und Kalk. Will man ganz reine Kieselerde haben; so schmelze
hnern. man sie mit Weinsteinsalz. Hierdurch erhält man ein« durchsichtige,
u. an der Luft zerfließende Masse, welche man Kicselflüffigkcit nennt.
, groß Aus dieser schlägt dann wiederum jede andere Säure die Erde nie-
, seine der, und dieß ist dann die reine Kieselerde. Gewisse Kicselgattungen
schlecht sind in ungeheurer Menge über den Erdboden verbreitet: die gemei-nde neu Kieselsteine finden sich in ganzen Lagen theils unter der Erde,
m der theils an der Oberfläche derselben. Einzelne Gattungen dieses Ge-
darten schlechte! sind der Quarz, derKieselflinter, derChalce-
, auch d 0 n, der O p a l u. s. w.
e Kal- . Kilogramm ist ein Gewicht von 1000 Grammen. Es solltei nach eigentlich Chilogramm geschrieben werden, weil es aus dem
n ist- Griechischen von Olliiios (tausend) kommt. S. französische«
,z mi- De cima lsy stcm.t und Kind, s. Alter.
durch . Kind (Johann Friedrich), Dichter und ausübender Sachwalter
:rtha- tn Dresden. Geb. den 4. März 1763 zu Leipzig. Sein Bater, der
Ursa- ! E^s L>tadtrichter zu Leip,ig im I. 179? starb, ist unter andern auchäugte burch seme Uebersetzung der Biographieen Plutarchs bekannt. Unser
i das , Htcr unterzeichnet sich gewöhnlich Friedrich Kind. Unter die-
z des >em Namen ist er allen gebildeten deutschen Sprachgenoffen lieb und
eking Mlrth Seine Mitbürger aber achten ihn auch als einen redlichen,
onäre geschickten und thätlgcn Geschäftsmann. Er studirte in Leipzig,
Häher und ward im I. 17g; Advocat. Das Capitel zu Würzen hat ihn
. sich Ichon 1770 unter die Luxitulug'es exxeetmirtes aufgenommen. Seine