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Fünfter Band. Von I bis L.
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Kirchenstaat

Kircher

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rata und Camerino wurden dem Königreiche Italien einverleibt;dem Papste blieb fast nur das Gebiet von Rom. Ein Decret vom17. Mai 1809 vernichtete endlich den Kirchenstaat ganz. Die nochübrigen Besitzungen des Papstes wurden zu Frankreich geschlagenund dem Papste, dessen geistl. Hoheit fest dauern sollte, -Will. Fran-ken jährlich angewiesen. Der Papst wurde genöthigt, seinen Auf-enthalt in Frankreich zu wählen, bis ihm die Ereignisse des Jahrs1814 erlaubten, nach Rom zurückzukehren, und von dem größtenTheil des Kirchenstaats wieder Besitz zu nehmen. Das Nähere istbis jetzt noch- nicht bestimmt. — Der Kirchenstaat l Ltsto äsllnvbiess) bestand vor dem französischen Revolutipns-Kriege aus fol-genden zwölf Provinzon." das Gebiet von Bologna, das Herzog-thum Ferrara, Romagna, das Herzogthum Urbino, Ancona, Spo-leto, Perugino, Orvieto, das Herzogthum Castro, das Patrimo-nium Petri, Sabina und Campagna dj Roma. Diese Lander lie-gen mitten in Italien zwischen der sogenannten Lombardei, demKönigreiche Neapel und dem toscanischen und adriatischen Meere.Die Appeumen erstrecken sich mitten durch dieselben und die merk-würdigsten Flüße sind die Tiber und der Po. Die Volksmenge desehemahligen Kirchenstaats bestand aus 2,130000 Seelen. Die Ein-künfte desselben rechnete man auf zehn Millionen Gulden. Dasganze Land enthielt ehemals eine Größe von 800 Quaoratmeilenund die regelmäßigen Truppen bestanden nur aus der geringernAnzahl von Zoo» Mann. Die Products des Landes sind: alle Aor-ten von Getraide, feines Obst, Pomeranzen, Citrone», Feigen,Datteln rc., viel Del, gute Weine und Maulbeerbäums zur Cul-tur der Seide. Die Berge enthalten reiche, nicht hinlänglich be-nutzte Waldungen, auch schönen Marmor; Spuren von Metallenfinden sich an mchrern Stellen, aber den eigentlichen Bergbau kenntman daselbst nicht. Die Cultur des Rindviehes und der Schaafewird ziemlich sorgfältig betrieben. DerAckerbau ist vernachlaßigt;Manufakturen gedeihen nicht und die Bevölkerung ist verhälrnrß-mäßig unter allen Staaten Europa's, Rußland ausgenommen, diegeringste. Im Königreiche Neapel besaß der Papst vormals nochdas Herzogthum Benevent, und in Frankreich (in der Provence)Avignon mit seinem Gebiete.

Kircher (Athhanasius), ein Jesuit aus Fulda, ein guter Ma-thematiker und gründlicher Gelehrter, war Professor zu Würzburg,als die Waffen der Schweden die Ruhe, welche er daselbst genoß,unterbrachen. Dieß veranlaßte ihn, sich nach Frankreich zu bege-ben, woselbst er mit dem P. Maignan Streit bekam, darauf nachAvignon und von dort nach Rom ging und daselbst 1630 in einemAller von neun und siebenzig Jahren starb. Nur erst mit dem Lebenhorte Kircher auf- zu schreiben. Seine vorzüglichsten Werke sindfolgende: t?r->ekusiones niriKnstioso. Umnao, 1664 (> 658 ), intoi. Aro nisANL luois er nindrso. Hoinae, 1646. 2 Vol. intoi. Vrirnikiso Knoinonicae oakroprioss. In 410. lVlusnrzin

nniverTalis, i 65 o, in lol. 2 Vol. Obeliscus kuinpchilins, i 65 c>,in loch Ohekiscns üeßz-prisons, in lol. Oeciipns AeK^pkinons.trnmse, 1652—1664, 4 Vol. in loch Dieß Werk enthalt die Er-klärung einer großen Anzahl von Hieroglyphen, wie man sie voneinem Gelehrten erwarten konnte, der eine ganz eigene Ansicht derhatte. Dieß Buch ist selten. Iter oxsitnti-ounr cooieste,mve Äluncki vpilioiuin Huo ooeli sicierunigno nninru, virss er