Klagen Klaproth Z6y
laffuna des Beklagten auf die Klage, darf der Kläger seinen Klag-grund"nicht mehr ändern, er müßte denn einen neuen Prozeß an-stellen und die Kosten des ersten tragen wollen; eben so sind nachgeschehener Einlassung auf die Klage, Einreden, welche man zurZeit der Einlassung schon kannte, unzulässig; was aber der Beklagtenicht ausdrücklich einräumt, wird als abgeläugnet angenommen.Die juristische Lehre von den Klagen und Einreden, ist seit BLh -mer und Menke am besten von -Ph. Schmidt, in seinem prak-tischen Lehrbuche von Klagen und Einreden, 6. Ausg.; von We-ber, 180Z, wozu deff.n Sohn einen Commentar geliefert hat(Leipz. 1792), und Weber in seinem Beitrag zu dieser Lehre,r. Ausg. 179S; ferner von Wehres, Mößleru. a. bearbeitetworden. Ucbrigens darf mit der Klage im bürgerlichen Proceß,nicht die Anklage (äsnunciutio) oder Anzeige im peinlichenProceß verwechselt werden, welche von ganz anderer Natur ist.Siehe Criminalproceß, peinliches Verfahren.
Klagen fürt, die wohlgebaute Hauptstadt von Kärnthen,an dem Glanfluffe, auf deren Markte die marmorne Statüe KaiserLeopolds I. steht, hat eine beträchtliche Luchmanufactur und Bln-wcisfabik, und enthält 6oc> Häuser und 10 oac, Einwohner. DieLuft ist wegen der benachbarten Seen fast beständig nebelig. Diedortigen Festungswerke wurden am Ende des Jahrs 1809 von denFranzosen gesprengt.
Klang ist ein Schall, bei dem sich die Geschwindigkeit unk»die übrige Beschaffenheit der Schwingungen bestimmen läßt. S.Akustik.
Klaproth (Martin Heinrich), königl. preuß. Obermcdicinal-und Sanitätsrath, Mitglied der Akademie zu Berlin, des Insti-tuts zu Paris u. s. w., geboren im sächsischen Erzgebirge im I.1748, erlernte, nachdem er einen nur unvollkommenen Schulunter,richt empfangen, die Apothekerkunst, durch welche er, bei seinerEcistesthatigkeit und seinem Fvrschungsgeiste, auf das Studiumder Chemie geführt ward. Seine Verdienste um diese Wissenschaftfind groß und bleibend; er hat sie theils durch, viele neue Entdeckun-gen , namentlich mehrerer einfacher Stoffe, theils durch seine mitder höchsten Genauigkeit angestellten unzähligen Experimente erwei-tert und bereichert. Abgeneigt der Spcculation, weiset er allent-halben auf den Weg der Erfahrung hin. Ihm gebührt mit Rechtder Name des deutschen Fourcroy. Für die Ausbreitung der che-mischen Kenntnisse hat Klaproth sowvl durch Vorlesungen (die erseines hohen Alters ungeachtet auch noch jetzt hält), als durch Schrif-ten gewirkt. Von letzter« nennen wir seine Beitrage zur che-mischen Kenntniß der MineralkLrper, 5 Bde., und seinmit Fr. Wolfs gemeinschaftlich bearbeitetes chemisches Wörter-buch, 5 Bde. Nachdem er lange der Besitzer einer Apotheke inBerlin gewesen, und als königlicher Professor Vorlesungen gehalten,verkaufte er jene, und fuhr fort, sich um den Staat und die Wissen-schaften verdient zu machen. Seine mineralogischen Sammlungengehören zu den vorzüglichsten in ihrer Art.
Klaproth (Heinrich Julius von), des vorigen Sohn, gebo-
zu Berlin am »r. Oct. 178?, verdient als Sprach- und Ge-schichtsforscher einer rühmlichen Erwähnung. Nachdem er verschie-dene Schulen besucht und Privatunterricht genossen, bildete er sichspäter auf dem joachimsthalfchen Gymnasium. Eigenthümliche Nei-Cenv, ker. M. Anst.) V. gH