Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Zyo Klöster Klotz

keit versetzt. Die neuesten Zeitereignisse haben indeß ihr Schicksalin Italien und Spanien sehr verbessert, und während am HofeFerdinands VIl. schon von Wiederherstellung der Klöster die -Redeist, wird die bei jenen gewaltthätigen Secularisationen aufgewor-fene Frage: ob es nicht gerathner sey, einige dieser reich dotirtenInstitute als Prytaneen für verdiente Gelehrte und Künstler, alsRuhestätten einer beschaulichen Muffe, und AufluchtsLrter fürSchwache, die durch Verwaisung und Unglück mit der Welt zer-fallen sind, noch ferner zu erhalten, aufs neue zur Sprache ge-bracht. In den österreichischen Staaten ist zur allmächtigen Ab-schaffung der unnützen Klöster der milde Weg eingeschlagen, sieaussterben, diejenigen aber, welche sich durch die Erziehung derJugend, besonders der weiblichen, und durch Krankenpflege ver-dient machen, bestehen zu lassen. (Vergl. d. Art. Mönch swe- !sen, Orden.) L.

K l o tz , (Christian Adolph). Dieser berühmte, gegen das Ende jseiner literarischcn Laufbahn aber berüchtigte Gelehrte wurde 17Z8 -zu Bischofswerda in der Lausitz geboren, wo sein Vater Superin- jtendent war. Den ersten Unterricht genoß er von dem berühmten ^Rector Baumeister in Görlitz, dem er die Liebe zu den Griechen !und Römern und den guten lateinischen Styl verdankte, welcher ss ^viel zu seinem Rufe beitrug. Von Görlitz ging er nach Leipzig, !wo er sich schon durch sein lateinisches Gedicht: Mores eruäito-rum, bekannt machte. Er ging darauf 1760 nach Jena, wo er sichebenfalls Ruhm erwarb. Im Hörsaale sah man ihn jedoch wenig;desto mehr liebte er den Privatfleiß, benutzte den Umgang mit Ge-lehrten und bediente sich ihres Büchervorraths; auch empfahl ersich wenig durch regelmäßige Lebensart. Er geizte sehr nach Ruhm,und strebte nicht nur nach ansehnlichen Lehrstellen, sondern auchnach einem großen Rufe in der gelehrten Welt. Das erste gelangihm, da er 1762 zum außerordentlichen Professor in Göttingen er-nannt wurde, und 1764 daselbst eine ordentliche Professur erhielt.Auf dieser Universität lebte er eine Zeitlang sehr zufrieden, undverheirathete sich auch daselbst; er kam hier in genauern Umgangmit Gatterer, Hollmann u. a. vorzüglich mit Selchow, und be-nutzte auch die vortreffliche Bibliothek daselbst. In derFolge miß-fiel ihm Göttingen, und er nahm den Ruf an, den er 176Z durchseinen Gönner Quintus Jcilius, von Friedrich II. als Hofrath(späterhin als geheimer Rath) und Lehrer der philosophischen Be-redsamkeit nach Halle erhielt. Klotz hat viel geschrieben, und sichvorzüglich durch seine lateinischen Gedichte, seine Niswriauuniiiioruiri, seine Werke über das Studium des Alter-thums und über den Nutzen und Gebrauch alter ge-sch n i ttener S t eine und i h r er A b drü cke rc. berühmt ge-macht. Das letztere Werk, das er 1768 herausgab, brachte ihmaber harte Widersprüche zuwege, welche seinen Ruhm sehr schmä-lerten. Am meisten war er jedoch als Recensent in seinem Wir-kungskreise; er arbeitete auch mit an der allgemeinen DeutschenBibliothek, wo seine Abhandlungen mit L bezeichnet sind. Weilaber in dieser Zeitschrift vieles nicht nach seinem Willen ging, aucheinige Male Einiges an seinen Schriften getadelt wurde, so ging "ab und errichtete eine Gegenpartei gegen die Bibliothek, wodurcher zu dem Namen Kl 0 tzianer Gelegenheit gab. Er suchte zu-letzt absichtlich mit berühmten Männern Streitigkeiten zu bekom-