4or Knobelsdors Knochen
und «ach deren Beendigung er nach Rheinsberg zu dem Kronprinzenging. Als der Prinz auf den Thron gelangt war, ernannte er ihnzum Oberaufseher aller königlichen Gebäude und zum geheimen Finanzrath. Er starb im I. 1/53 zu Berlin. Unter so manchendurch seine Direktion aufgeführten königlichen Gebäuden bleibt be-sonders das Schloß Sans-Souci ein Denkmal seines Ruhms; >den Thiergarten zu Berlin hat er gleich beim Antritt der RegierungFriedrichs kl. »»gemein schön angeordnet. Man hat auch gute Bild-nisse und Landschaften von ihm. Von diesem Manne, der bei sei-nem großen Geiste auch Treue und Redlichkeit bis zum Tode be- -wahrte, sagte ein Zeitgenosse, daß, wenn er den Verstand als eine !Person malen sollte, so mußte ihm Knobelsdors dazu sitzen. Fried-rich H. schrieb selbst sein Ehrengedachtniß, welches in den Memoi-ren der Akademie Dom. VIII. gedruckt ist.
Knochen (Gebeine) sind die härtesten und festesten Theiledes thierischen Körpers. Sie machen die Grundlage solcher Körper«us, die.nicht von außen, wie die Körper der meisten Insekten,durch einen festen hornartigen Ucberzug gedeckt sind. An die Kno-chen schließen sich die weichen festen Theile an und bekommen durchsie Haltung. Sie besitzen unter allen Theilen des Körpers die größteSprödigkeit, sind völlig undurchsichtig, ohne all« Empfindung, undbehalten getrocknet ihre Form bei. Bei ihrem Entstehen sind sieweich und biegsam und dann heißen sie Knorpel. Der ursprüng-liche Stoff, woraus die Knochen gebildet werden, ist der Knochen- -fast, welcher aus einer im thierischen Körper befindlichen Haut(die Knorpelhaut), abgesondert wird und dahin strömt, wo 'nach der Absicht der Natur ein Knochen gebildet werden soll. Zuerststießt der Knochensaft nach dem Mittelpuncte dieser Stelle (demBerknöcherungspuncte) und häuft daselbst immer mehrKnochenmaterie zusammen, bis der Knochen seine durch den Knor-pel bestimmte Gestalt gewonnen hat. Leidet der Knochen irgend«ine Zerstörung; so ersetzt die Natur den Schaden durch Herbeifüh-rung des Knochensafts sogleich wieder. Der Knorpel, an welchemsich die Knochensubstanz absetzt, wächst selbst durch den, ihm »onden Arterien zugeführten, Stoff. Knorpel bemerkt man schon inEmbryonen von einem Monate, aber noch keine Knochen. GegenEnde des zweiten Monats bemerkt man Knochenkerne, und zu Endeder Reife völlig ausgebildete Knochen in ihnen. Nach der Geburtbilden sich die Knorpel immer mehr aus, und haben in gemäßigtenErdstrichen bei'm Menschen zwischen dem fünfzehnten und zwanzig-sten Jahre ihre Vollkommenheit erlangt. Won hier an bis zumfünfzigsten Jahre verändern sie sich nicht sonderlich, ob ihnen gleichnicht ganz dieselbe Form bleibt. Nach dieser Zeit verschlechtern stesteh, und werden sogar dünner und leichter. Alle Knochen der Thiereaus den beiden ersten Klassen sind äußerlich, aus und dicht unterihrer Oberfläche dichter und fester, nach innen zu lockerer. IhreSubstanz ist, die Zahne ausgenommen, fast völlig einerlei und nurdie Ausammenfügung oder Verbindung der feinsten Knochentheilchenzu einem ganzen Knochen sind zellig; alle, die Zähne ausgenommen,mit der Bein- oder Knochenhaut überzogen, welche letztere a»Sdichtem Zellstoffe, aus Schlag-^und Blutadern und aus Saugadernbesteht, aber keine Nerven enthält und daher auch unempfindlichist. Diese Beinhaut dient zur Erhaltung und Ernährung des Kno-chens , ungefähr so, wie die Rinde dsr Bäume zur Erhaltung des